Es gibt einige Untersuchungen, mit denen auf einfache Weise kontrolliert werden kann, ob eine Störung des Gleichgewichts vorliegt. Dazu gehört unter anderem der Stand oder Gang mit geschlossenen Augen oder das Zeigen auf die eigene Nasenspitze, ebenfalls bei geschlossenen Augen.
Das Gleichgewicht kann über verschiedene Tests genauer untersucht werden. Allen gemeinsam ist, dass eine Reizung auf das Gleichgewichtsorgan ausgeübt wird und die dadurch entstehenden automatisch auftretenden Augenbewegungen (Nystagmus) beobachtet werden. Die meisten der möglichen Prüfungen geschehen durch Veränderungen der Lage, der Nystagmus kann aber auch durch manche anderen Reize wie z. B. Temperaturänderungen im Ohr ausgelöst werden, was der Untersucher sich bei der thermischen Vestibularisprüfung zunutze macht.
Betrachtet werden die Augenbewegungen meist durch eine so genannte Frenzel-Brille, die der Patient aufsetzt. Diese Brille besteht aus sehr starken Gläsern, die einerseits verhindern, dass die Außenwelt vom Patienten scharf gesehen werden kann, aber andererseits dazu dienen, dass der Arzt die Augen des Patienten in Vergrößerung beobachten kann. Die Untersuchung kann jedoch auch über Elektroden, die die Bewegungen der Augen aufzeichnen, erfolgen.
Letzte Aktualisierung am 15.04.2009.