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Hörtest-Audiometrie - Ablauf


Was müssen Patienten im Vorfeld der Untersuchung beachten?

In aller Regel gibt es vor den Hörtests keine besonderen Hinweise zu beachten.


Wie läuft die Untersuchung ab?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit einer Audiometrie die Hörfunktion zu messen. Die gängigste Art der Audiometrie ist die Tonschwellen-Audiometrie. Bei allen Arten der Audiometrie befindet sich der Patient in einer Kabine, so dass die Geräusche von außen abgehalten werden.

Die Tonaudiometrie (Tonschwellen-Audiometrie) ist gewissermaßen die Standardmethode des Hörtests. Der Patient bekommt einen Kopfhörer, über den ihm Töne vorgespielt werden. Die Töne besitzen im Laufe des Tests unterschiedliche Frequenzen vom tiefen (ab 62 Hertz) bis in den hohen (bis 12000 Hertz) Bereich und werden jedem Ohr einzeln angeboten. Jeder Ton wird zunächst sehr leise abgespielt und kann vom Arzt lauter gemacht werden.

Der Patient drückt auf einen Knopf oder gibt ein Zeichen, sobald er den Ton wahrnimmt. So kann für alle getesteten Töne die Hörschwelle bestimmt werden. Nach dem Test über den Kopfhörer wird der gleiche Versuch mit einem speziellen Schallgerät durchgeführt, der auf den Bereich des Schädelknochens hinter dem Ohr aufgesetzt wird. Hierbei werden die Geräusche über die Knochenleitung bis in das Innenohr übermittelt, und es kann zwischen Schallleitungsschwerhörigkeit und Schallempfindungsschwerhörigkeit unterschieden werden.

Die gemessenen Werte für die Hörschwelle werden in Dezibel (dB) angegeben und in einem Diagramm (Audiogramm) dargestellt, welches vom Arzt ausgewertet wird. Durch die Abweichung von der Normalkurve können verschiedene Arten von Hörstörungen diagnostiziert werden.

Ein etwas abgewandelter Hörtest ist die Geräuschaudiometrie nach Langenbeck, bei der die Hörschwelle bei einem mehr oder weniger starken Hintergrundrauschen bestimmt werden kann.

Eine weitere Variante ist die Békésy-Audiometrie. Bei diesem Versuch kann der Patient selbst die Lautstärke steuern und damit eine Hörschwellenkurve erzeugen.

Bei Kindern zwischen etwa dem zweiten und vierten Lebensjahr kann eine Spielaudiometrie vorgenommen werden. Dabei werden dem Kind ebenfalls wie bei der normalen Audiometrie Töne vorgespielt, meist jedoch über Lautsprecher. Wenn das Kind den jeweiligen Ton hört, kann es dies mittels Bauklötzen oder durch Weiterdrücken von Dias signalisieren.

Bei der Sprachaudiometrie werden dem Patienten mit einem Kopfhörer Wörter vorgespielt. Diese soll er nachsprechen. Zunächst werden die Wörter leise, dann immer lauter abgespielt. Aufgezeichnet wird, wie hoch der Anteil der richtig verstandenen Wörter für die jeweilige Lautstärke ist.

Recruitment-Messungen oder überschwellige tonaudiometrische Prüfungen sind Tests, mit denen unterschieden werden kann, ob eine Schallempfindungsstörung ihre Ursache im Innenohr oder im Hörnerv hat. Recruitment bedeutet, dass die Sinneszellen im gesunden Innenohr leise Geräusche verstärken und laute Geräusche abschwächen. Bei Innenohrschäden werden die in diesen Messungen angebotenen leisen Töne schlechter gehört und die lauten Töne rascher als unangenehm empfunden. Zu den Recruitment-Messungen gehören der Fowler-Test, der Lüscher-Test und der SISI-Test.

Es finden sich neben diesen Tests noch weitere spezielle Arten der Audiometrie, die eher selten zum Einsatz kommen.

 


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Letzte Aktualisierung am 15.04.2009.

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