Die Audiometrie eignet sich bei allen Erkrankungen, die mit der Gehörfunktion im Zusammenhang stehen. Daher wird sie bei jeder Schwerhörigkeit zur genauen Diagnose vorgenommen. Zum Einsatz kommt ein solcher Hörtest unter anderem beim Hörsturz, bei der akuten Lärmschwerhörigkeit, bei Schwerhörigkeit durch Infektionen im Ohr, bei der so genannten Menière-Krankheit (Morbus Menière) sowie bei Tinnitus (Ohrgeräuschen). Bei einem Hörverlust können auch Störungen der Schallübertragung im Mittelohr vorhanden sein, beispielsweise bei Verkalkung der Gehörknöchelchen (Otosklerose).
Eine Audiometrie kann ebenso durchgeführt werden, wenn ein erhöhtes Risiko für Schäden im Ohr besteht, z. B. bei beruflicher Lärmbelastung, bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder bei der Einnahme bestimmter Arzneimittel. Des Weiteren wird ein Hörtest oft bei Schwindel vorgenommen, da eine Schädigung des Gleichgewichtsorgans ursächlich sein kann, welches den zweiten Teil des Innenohrs darstellt.