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Hörtest-Stimmgabelprüfung - Ablauf


Was müssen Patienten im Vorfeld der Untersuchung beachten?

Normalerweise gibt es für Patienten vor einem Stimmgabelversuch keine speziellen Hinweise zu beachten.


Wie läuft die Untersuchung ab?

Bei den Stimmgabelprüfungen werden meist der Weber-Versuch und der Rinne-Versuch durchgeführt, nur beim Verdacht auf eine Verkalkung der Gehörknöchelchen (Otosklerose) wird auch der Gellé-Versuch vorgenommen.

Beim Weber-Versuch wird die Stimmgabel angeschlagen und dann auf die Mitte der Schädeldecke gesetzt. Der Patient muss nun angeben, ob er den Ton auf einem Ohr lauter hört oder auf beiden Ohren gleichermaßen. Bei normalem Hörvermögen oder beidseitig ähnlich stark geschädigten Ohren wird der Ton auf beiden Ohren als gleich laut empfunden. Bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit (z. B. Innenohrschaden) eines Ohres wird der Ton auf dieser Seite leiser wahrgenommen. Liegt jedoch eine Schallleitungsstörung (z. B. Mittelohrschädigung) vor, so wird auf der betroffenen Seite der Ton sogar lauter gehört.

Beim Rinne-Versuch wird die Stimmgabel nach Anschlagen zunächst auf den Bereich hinter dem Ohr gesetzt, unter dem sich ein Anteil des Schädelknochens befindet. Geprüft wird somit erst einmal die Knochenleitung. Sobald der Ton vom Patienten nicht mehr wahrgenommen wird, wird die Stimmgabel vor das Ohr gehalten, um die Luftleitung zu testen. Beim gesunden Ohr oder bei einer Schallempfindungsstörung hört der Patient den Ton dann wieder. Ein solches Versuchsergebnis wird als „Rinne positiv" bezeichnet. Liegt jedoch eine Schallleitungsschwerhörigkeit vor, so hört der Patient den Ton der vor das Ohr gehaltenen Stimmgabel jetzt nicht mehr, und der Arzt vermerkt „Rinne negativ".

Beim eher selten zum Einsatz kommenden Gellé-Versuch wird überprüft, ob die Gehörknöchelchen ausreichend beweglich sind oder ob sie verkalkt sind (Otosklerose). Bei dem Test wird eine Stimmgabel angeschlagen und hinter das Ohr auf den Knochen gesetzt. Mit einem Ballon auf dem Gehörgang wird dann die Luft zusammengepresst, was zu einer Bewegungseinschränkung der Gehörknöchelchen führt. Bei einem gesunden Ohr wird dadurch der Ton als leiser empfunden (Gellé negativ). Bei einer Gehörknöchelchen-Verkalkung liegt dagegen im Mittelohr ohnehin schon eine Einschränkung der Beweglichkeit vor, und der Ton wird für den Patienten nicht leiser (Gellé negativ).


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Letzte Aktualisierung am 20.04.2009.

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