Jeder Mann sollte seinen Hoden von der Pubertät an regelmäßig abtasten. Es wird empfohlen, die Selbstuntersuchung wenigstens einmal im Monat vorzunehmen. Besonders wichtig ist die Selbstabtastung des Hodens im Alter zwischen etwa 20 und 40 Jahren, da bei Männern in dieser Altersstufe der Hodenkrebs die häufigste bösartige Tumorerkrankung darstellt. Ein erhöhtes Hodenkrebsrisiko besteht bei Entwicklungsstörungen des Hodens sowie nach einem Hodenhochstand, auch wenn dieser behoben wurde. Auch nach einem in der Familie oder beim Patienten selbst aufgetretenen Hodenkrebs ist die Gefahr erhöht, dass die Erkrankung (erneut) auftritt. Je nach der Zellart, von der der Tumor abstammt, werden mehrere Arten von Hodenkrebs unterschieden. Meist bleibt der Tumor über längere Zeit schmerzlos und wird oftmals erst spät entdeckt. Bösartige Hodentumore können sich in anderen Körperbereichen absiedeln und dort Tochtergeschwülste bilden. Unbehandelt verläuft Hodenkrebs immer tödlich. Die Behandlung erfolgt, je nach der Art des Hodentumors, durch Strahlentherapie oder durch Operation und Chemotherapie. Die Heilungsaussichten einer Behandlung sind umso besser, je früher der Tumor erkannt wurde. Daher ist die Hoden-Selbstuntersuchung wichtig, um die Prognose verbessern zu können.