Bei der Abtastuntersuchung legt sich der Patient auf die Seite. Der Arzt zieht Einweghandschuhe an und führt seinen Finger mit Hilfe von etwas Gleitmittel in den After ein. Er erfühlt und beurteilt die Prostata, die Samenbläschen (falls möglich) sowie auch Mastdarm und After. Diese Untersuchung dauert nicht lange, oft kann sie schon nach einer Minute beendet werden.
Zur Bestimmung von PSA (Prostata-spezifisches Antigen) wird dem Patienten Blut abgenommen. In aller Regel erfolgt dies an einer Vene am Arm. Nach Aufstauung mit einer Manschette sowie einer Hautdesinfektion wird eine Kanüle eingestochen und das Blut in ein Probenröhrchen gezogen. Danach kann die Kanüle wieder entfernt werden, mit einem Tupfer und eventuell einem Pflaster wird die Blutung gestoppt. Die Blutprobe wird in ein Labor weitergeschickt und dort auf den Wert für PSA untersucht.
Das Abtasten der Prostata ist normalerweise ungefährlich. Bei der Blutentnahme kann es durch den Nadelstich zu meist kleineren Komplikationen wie Blutungen, Nachblutungen, Blutergüsse, Infektionen sowie Narben kommen.