Hauptsächlich wird die Rektoskopie (Mastdarmspiegelung) durchgeführt, um Erkrankungen im letzten Abschnitt des Darms (bis etwa 30 Zentimeter oberhalb des Afters) zu diagnostizieren und zu beurteilen. Sie kann unter anderem bei Beschwerden wie Stuhlgangsproblemen, analen Blutungen oder Blut am Stuhl durchgeführt werden. Ebenfalls kann sie der Früherkennung von Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) dienen.
Die Rektoskopie wird auch in der Gynäkologie eingesetzt, um zu prüfen, ob ein Tumor des weiblichen Genitale bis in den Darm vorgedrungen ist. Krankheiten, die in der Mastdarmspiegelung festgestellt werden können, sind neben Krebs beispielsweise auch Polypen (gutartige Wucherungen, meist Adenome, können auch Krebsvorstufe sein), chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), Fisteln (entzündliche Verbindungsgänge) und weitere Entzündungen sowie Einrisse der Analschleimhaut (Analfissur). Beurteilt werden können z. B. auch Hämorrhoiden.
Im Rahmen der Rektoskopie lassen sich nicht nur Untersuchungen, sondern auch bestimmte weitere Maßnahmen durchführen, z. B. die Entfernung von Darmpolypen oder eine Probeentnahme von Gewebe (Biopsie).
Letzte Aktualisierung am 08.05.2009.