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Großes Blutbild


Wie sieht ein Großes Blutbild aus?

Das große Blutbild besteht aus :

  • kleinem Blutbild = die Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und roten Blutzellen (Erythrozyten), sowie der Hämoglobingehalt (Hb) der Erythrozyten und ihr Anteil am Gesamtblut (Hämatokrit) wird gemessen. Außerdem wird der mittlere Volumeninhalt (MCV), der mittlere Hämoglobingehalt (MCH) und die mittlere zelluläre Hämoglobinkonzentration (MCHC) der roten Blutkörperchen ermittelt.

  • Differenzialblutbild = Der prozentuale Anteil der verschiedenen Arten von weißen Blutkörperchen an der Gesamtzahl wird bestimmt und die Form der roten und weißen Blutkörperchen untersucht.

Die verschiedenen Entwicklungsstadien der Leukozyten werden dann von links nach rechts in unreifere und reifere weiße Blutzellen sortiert. Treten vermehrt unreife Zellen auf, spricht man daher von einer Linksverschiebung, wenn mehr reife Zellen vorkommen, von einer Rechtsverschiebung:

Eine Linksverschiebung tritt beispielsweise bei einer bakteriellen Infektion auf. Dies erklärt sich daraus, dass die weißen Blutkörperchen Abwehrzellen sind, die uns vor Krankheitserregern schützen. Dringen Bakterien in den Körper ein, werden als natürliche Reaktion darauf mehr weiße Blutzellen gebildet, um die Erreger abzuwehren. Dies kann ebenfalls bei Vergiftungen und Tumorerkrankungen geschehen.

Auch wenn Blutzellen zerstört werden (Hämolyse) , wird die Bildung von Leukozyten angeregt und es werden mehr unreife Zellen ins Blut abgegeben. In manchen Fällen ist aber die Vermehrung der Leukozyten keine von der Natur „gewollte" Reaktion , sondern selbst ein krankhafter Prozess, wie z.B. bei einer bösartigen Blutkrankheit, der chronisch myeloischen Leukämie (CML). Wie schon bei den oben genannten Beispielen treten auch hier mehr unreife weiße Blutzellen ins Blut über, was eine Linksverschiebung nach sich zieht.

Eine Rechtsverschiebung, bei der man erhöhte Werte bei den reifen Blutzellen misst, kommt bei der perniziösen Anämie (eine Form der Blutarmut) und der Panmyelopthise (Knochenschwund) vor. Das Knochenmark ist der Ort der Blutbildung. Ist die Masse des Knochenmarks vermindert, kommt es zu einem Mangel an neuen, unreifen Blutzellen und über diesen Weg zu einem relativen überwiegen der reifen und alten Zellen und damit zur Rechtsverschiebung.

Eine Formveränderung der Blutzellen tritt bei verschiedenen Erkrankungen auf, z.B bei der Sichelzellanämie, einer Art der Blutarmut, und bei Leukämien.

Wann wird das Große Blutbild erstellt ?

Das große Blutbild wird zumeist dann abgenommen, wenn sich im kleinen Blutbild Abweichungen von den Normwerten gezeigt haben , wie z.B. eine erhöhte oder erniedrigte Anzahl an weißen Blutkörperchen. Solche Auffälligkeiten können viele verschiedene Ursachen haben Sie können durch Bestimmung des großen Blutbildes genauer untersucht werden.

Aber auch bei Infektionen, Vergiftungen und Tumorerkrankungen wird das große Blutbild angefertigt (s.o.). Es dient hier nicht nur zur Diagnosefindung, sondern auch zur Verlaufskontrolle. Zudem liefert es Informationen, auf deren Grundlage die Therapie der Krankheit fortwährend angepasst werden kann.


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Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.

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