Der Hämatokrit kann ebenfalls bestimmt werden, indem ungerinnbar gemachtes Blut in einem kleinen Glasröhrchen einige Minuten zentrifugiert wird. Nach dieser Behandlung kann der Volumenanteil der roten Blutzellen am Gesamtblut im unteren Teil des Röhrchens mit einem Ablesegerät bestimmt werden.
Als Untersuchungsmaterial dient venöses Blut, dem EDTA (Ethylendiamintetraacetat) beigemengt wird, sogenanntes EDTA-Blut. Es genügen wenige Milliliter. EDTA ist eine Substanz, die in den Blutentnahmeröhrchen enthalten ist und verhindert, dass das abgenommene Blut verklumpt.
Es ist möglich, dass bei der Bestimmung des Hämatokrits falsche Werte gemessen werden. Wenn beispielsweise der Arm vor der Blutentnahme zu lange gestaut wurde, können falsch hohe Werte bestimmt werden.Gehen die roten Blutzellen bei der Blutabnahme kaputt, weil z.B. das Blut zu schnell in das Blutabnahmeröhrchen gezogen wurde, können auch zu niedrige Werte entstehen.
Bei Blutabnahmen kommt es manchmal dazu, dass den Patienten schwindelig, oder schlecht wird. V.a., wenn sie gleich anschließend versuchen aufzustehen, können sie auch ohnmächtig werden. Aus diesem Grund sollten Patienten nach einer Blutentnahme immer einige Minuten sitzen bleiben.