Anzeige

Hämatokrit Untersuchung


Wie wird der Hämatokrit bestimmt?

Eine Möglichkeit den Hämatokrit zu bestimmen, ist die automatisierte Methode. Spezielle Blutzählgeräte können ihn hierbei aus der Menge der Erythrozyten und dem MCV (mittlerer Volumeninhalt der Erythrozyten) berechnen.


Der Hämatokrit kann ebenfalls bestimmt werden, indem ungerinnbar gemachtes Blut in einem kleinen Glasröhrchen einige Minuten zentrifugiert wird. Nach dieser Behandlung kann der Volumenanteil der roten Blutzellen am Gesamtblut im unteren Teil des Röhrchens mit einem Ablesegerät bestimmt werden.

Als Untersuchungsmaterial dient venöses Blut, dem EDTA (Ethylendiamintetraacetat) beigemengt wird, sogenanntes EDTA-Blut. Es genügen wenige Milliliter. EDTA ist eine Substanz, die in den Blutentnahmeröhrchen enthalten ist und verhindert, dass das abgenommene Blut verklumpt.

Alternativ kann statt Blut, das aus einer Vene abgenommen wurde, auch Blut aus einer Kapillare (= sehr kleines Blutgefäß), sogenanntes Kapillarblut, zur Untersuchung verwendet werden. Hiervon ist sogar noch weniger, nur einige Mikroliter notwendig.

Es ist möglich, dass bei der Bestimmung des Hämatokrits falsche Werte gemessen werden. Wenn beispielsweise der Arm vor der Blutentnahme zu lange gestaut wurde, können falsch hohe Werte bestimmt werden.Gehen die roten Blutzellen bei der Blutabnahme kaputt, weil z.B. das Blut zu schnell in das Blutabnahmeröhrchen gezogen wurde, können auch zu niedrige Werte entstehen.

Der Untersuchungsablauf

In der Klinik wird der Hämatokrit meist aus Blut bestimmt, das aus einer Vene abgenommen wurde. Dies geschieht meistens am Arm, besonders häufiger Punktionsort ist hier die Ellenbeuge. Am Oberarm des Patienten wird ein Stauschlauch angelegt. Dies bewirkt, dass das Blut nicht aus dem Arm abfließen kann und in den Venen gestaut wird.

Bevor Blut abgenommen wird, sollte die Hautstelle, die durchstochen werden soll, immer desinfiziert werden. Dann kann die Vene mit einem Butterfly (= spezielle Nadel zum Blutabnehmen), oder einer sterilen Kanüle angestochen werden. Nun können die Blutentnahmeröhrchen nacheinander angesetzt und gefüllt werden.

Mögliche Komplikationen

Bei Blutabnahmen kommt es manchmal dazu, dass den Patienten schwindelig, oder schlecht wird. V.a., wenn sie gleich anschließend versuchen aufzustehen, können sie auch ohnmächtig werden. Aus diesem Grund sollten Patienten nach einer Blutentnahme immer einige Minuten sitzen bleiben.


« Hämatokrit

Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.

Aktuelle Beiträge im Forum Blutwerte

Letzter Eintrag
Aufrufe
Antworten
blauervogel
188
0
29 Tage
bastler50
256
0
~ 1 Monat
elena312
185
0
4 Monate

Alle Beiträge anzeigen: Forum Blutwerte

Stellen Sie Ihre Frage

 Thema abonnieren (Sie erhalten Antworten per E-Mail)

 

   

 Ich stimme den Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen zu.

 

Spam-Schutz: Bitte geben Sie folgende Zahl ein: 4 

 



Blutwerte

Blutwerte


Forum Blutwerte
Anzeige
Anzeige