Als Untersuchungsmaterial für die Bestimmung des Hb-Wertes wird meist venöses Blut verwendet. Es genügen wenige Milliliter Blut, dem EDTA zugesetzt wird. Bei EDTA handelt es sich um einen Gerinnungshemmer, der dazu dient das Blut nach der Abnahme flüssig zu halten.Durch Zugabe bestimmter Stoffe (Kaliumhexacyanoferrat und Kaliumcyanid) zur Blutprobe wandelt sich das Hämoglobin in braunes Hämiglobincyanid um.Dieses kann mithilfe eines speziellen Instruments (Photometer) gemessen werden.
Der Untersuchungsablauf
Das für die Messung des Hb-Wertes benötigte Blut wird meistens aus einer Vene am Arm des Patienten entnommen. Häufig dient die Ellenbeuge als Abnahmestelle. Dem Patienten wird ein Stauschlauch um den Arm gelegt.
Dieser bewirkt, dass das Blut in den Venen am Arm gehalten wird und nicht abfließen kann. Die Haut an der Punktionsstelle wird desinfiziert. Anschließend kann die Vene mit einer sterilen Kanüle, oder einem Butterfly (spezielle Nadel zur Blutabnahme) punktiert und das Blutentnahmeröhrchen befüllt werden.
Mögliche Komplikationen
Es kommt oft vor, dass Patienten bei der Blutabnahme schlecht wird, oder sie sogar in Ohnmacht fallen. Dies passiert v.a. dann, wenn sie direkt danach aufstehen. Um dem vorzubeugen, sollten die Patienten nach der Entnahme einige Minuten sitzen und sich möglichst nicht ruckartig erheben.
Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.