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Thrombozyten Untersuchung


Wie wird die Anzahl der Thrombozyten gemessen?

Als Untersuchungsmaterial für die Bestimmung der Thrombozytenanzahl wird venöses Blut des Patienten benutzt. Um zu verhindern, dass die Blutprobe gerinnt und damit nicht mehr untersucht werden kann, wird ihr ein Gerinnungshemmer beigemengt. Dafür wird EDTA (Ethylendiamintetraacetat) verwendet. Fortan wird das Blut dann EDTA-Blut genannt. Für die Bestimmung der Thrombozytenzahl genügt die geringe Menge von 2ml.


Es gibt zwei Möglichkeiten im Labor die Zahl der Blutplättchen zu messen.Die eine Methode ist die Durchflusszytometrie, die folgendermaßen funktioniert: die Blutzellen, also unsere Probe, wird durch eine Messkammer geschickt und dabei mit Laserlicht angeleuchtet. Jede Zelle verursacht u.a. je nach Größe ein ganz eigenes Streulicht. Dieses Streulicht kann registriert werden und macht den Rückschluss auf die jeweilige Zellart und Zellzahl möglich.

Die zweite Methode ist die konventionelle Art mithilfe des Lichtmikroskops.
Dabei werden zunächst die Erythrozyten mit einer speziellen Substanz, 1%iger Ammoniumoxalatlösung, zerstört. Dann werden die Thrombozyten in Zellkammern, z.B. in der sogenannten Neubauer-Kammer ausgezählt.

Allgemein gilt, dass die automatisierte Methode der konventionellen Art aufgrund der höheren Genauigkeit vorzuziehen ist. Dies trifft in besonderem Maße bei einer starken Thrombozytopenie zu.

Es kann vorkommen, dass der Wert für die Zahl der Blutplättchen falsch bestimmt wird.
Falsch hohe Werte sind möglich, wenn Patienten sich direkt vor der Blutabnahme körperlich intensiv betätigt haben. Hierbei können die Werte bis zu 50% erhöht sein. Eine Pseudothrombozytopenie (= falsche,o. unechte Thrombozytopenie) kann z.B. auftreten, wenn die Thrombozyten in der Probe Aggregate gebildet haben. Hier wird die Thrombozytenzahl also falsch niedrig bestimmt.

Der Untersuchungsablauf

Wie oben beschrieben wird als Material für die Bestimmung der Blutplättchenzahl venöses Blut verwendet, das dem Patienten meistens aus dem Arm abgenommen wird. Beliebte Blutabnahmestelle ist die Ellenbeuge, da an dieser Stelle die Venen häufig am besten zu sehen sind und über ein relativ großes Lumen verfügen. Bevor die Blutprobe entnommen wird, sollte die Hautstelle, die durchstochen werden soll, desinfiziert werden. Dann wird ein Stauschlauch am Oberarm angebracht. Nun kann die Vene mit sterilem Blutabnahmebesteck ( Butterfly, oder konventionelle Kanüle) punktiert und die Blutabnahmeröhrchen befüllt werden.

Mögliche Komplikationen bei der Blutabnahme

Komplikationen, die bei Patienten während/nach der Blutabnahme sehr oft auftreten, sind Schwindel und Übelkeit. In selteneren Fällen kommt es auch zu Ohnmachtsanfällen. So etwas tritt insbesondere dann auf, wenn Patienten zu schnell nach der Behandlung aufstehen. Daher sollte ihnen geraten werden nach der Entnahme eine kleine Weile sitzen zu bleiben. Schwindel und Übelkeit verfliegen meist schon nach sehr kurzer Zeit. Auch die Gefahr einer Ohnmacht kann dadurch gemindert werden.


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Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.

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