Die Alkalische Phosphatase (AP) ist ein wichtiges Stoffwechselenzym, das vor allem in den Zellen der Leber, der Gallenwege, des Darms und im Knochen vorkommt. Werden erhöhte AP-Werte im Blut gemessen, ist dies meist ein Hinweis auf eine Erkrankung dieser Organe.
Der Name des Enzyms leitet sich ab von seiner Aufgabe, so genannte Phosphat-Gruppen von bestimmten Molekülen zu entfernen. Es arbeitet am besten bei einem pH-Wert über 7, also im alkalischen Bereich.
Labordiagnostik
Die Aktivität der Alkalischen Phosphatase im Blut wird meistens überprüft, wenn ein Verdacht auf eine Erkrankung der Leber, Gallenwege oder auch des Knochens besteht. Der Test eignet sich auch zur Überwachung solcher Krankheiten. Für den Labortest wird eine Blutprobe des Patienten benötigt.
Der Referenzbereich (Normalwert) liegt für Frauen zwischen 35 und 104 U/l und für Männer zwischen 40 und 129 U/l. Die Einheit U/l steht für Untis (englisch für Einheiten) pro Liter und ist das Maß für die Aktivität von Enzymen. Der Normbereich ist stark abhängig von der Art des angewendeten Tests sowie vom Altern und Geschlecht des Patienten.
Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.