- akute oder chronische Leberentzündung (Hepatitis): Sie kann durch Viren, aber auch durch Alkoholmissbrauch verursacht werden
- Leberschädigung durch Gifte, zum Beispiel bestimmte Pilze
- Leberstauung durch Rechtsherzinsuffizienz: Weil das Herz nicht mehr kräftig genug pumpen kann, staut sich das Blut in die Leber zurück
- Leberzirrhose: Eine starke Schädigung der Leber führt zu einem bindegewebigen Umbau des Organs und schränkt dessen Funktion ein
- Lebertumor: Sie können direkt von der Leber ausgehen oder Absiedlungen von anderen Tumoren sein
- Fettleber: Sie entsteht unter anderem durch Alkoholismus und Fettleibigkeit
- Pfeiffer'sches Drüsenfieber (Mononukleose): Viruserkrankung, die unter anderem die Leber befällt
- Erkrankungen der Gallenblase oder der Gallenwege (zum Beispiel Gallenstauung = Cholestase)
- Herzinfarkt, Angina Pectoris, Entzündung des Herzens (Myokarditis)
- Schädigung der roten Blutkörperchen (Hämolyse)
- Schädigung der Skelettmuskulatur (zum Beispiel durch Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Verletzung durch Unfälle)
- Erkrankung der Nieren
- Antibiotika-Therapie
- Bestimmte Medikamente, zum Beispiel Lipid-Senker
Um sicher sein zu können, dass tatsächlich eine Erkrankung der Leber oder der Gallenwege vorliegt, werden immer zusätzlich weitere Enzym-Werte bestimmt. Dazu gehören die Gamma-GT, die GLDH, die Alkalische Phosphatase (AP) und das Bilirubin.
Eine leichte Erhöhung der ALT- beziehungsweise AST-Werte muss nicht unbedingt durch eine der oben genannten Krankheiten ausgelöst sein und wird immer durch weitere diagnostische Maßnahmen abgeklärt.
Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.