Syphilis wird auch Lues venerea genannt, das bedeutet Liebesseuche. Sie ist außerdem bekannt als harter Schanker. Die Syphilis wird beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Der Erreger ist das Bakterium Treponema pallidum. Wenn in der Schwangerschaft eine Syphilis besteht kann der Fötus angesteckt werden, und leidet dann unter einer angeborenen Syphilis. Es gibt verschiedene Stadien der Syphilis. Bis zum ersten Stadium, also bis zum Ausbruch der Erkrankung dauert es drei Wochen. Danach entsteht an der Infektionsstelle ein Primärulkus, dieses ist ein hartes Geschwulst, es wird auch harter Schanker genannt.
In der zweiten Phase, ab der 6 bis 7 Woche kommt es zu Lymphknotenschwellungen, die Lymphknoten sind dabei aber gut beweglich und schmerzen nicht. In der dritten Phase 8 bis 12 Woche, können Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit und ähnliche Symptome auftreten. Die Lymphknotenschwellungen sind nun über den ganzen Körper verteilt. Die Symptome können noch vielfältiger sein und reichen über Hautreizungen bis zu Gelenkbeschwerden.
Die Symptome können dann wieder abklingen und erst nach Jahren wieder auftreten. Es kann zum Befall des Gehirnes kommen, durch eine sogenannte Hirnsyphilis, die sehr gefährlich sein kann. Seit dem Gebrauch von Penicillin, kann man die Syphillis sehr gut behandeln. Damit ist die Krankheit auch stark zurück gegangen. Unbehandelt kann die Syphilis zum Tod führen.
Es gibt verschiedene Formen der Chlamydienerkrankung. Der Erreger ist immer ein Bakterium aus der Familie der Chlamydiaceae.
Zum einem gibt es die Form der Chlamydia trachomatis. Der Erreger ist ein Bakterium das durch Kontakt übertragen werden kann. Das geschieht besonders bei Geschlechtsverkehr. Diese Erreger können bei Befall zum Beispiel eine Entzündung des Gebärmutterhalses, der Eierstöcke oder der Nebenhoden auslösen. In manchen Fällen ist die Krankheit der Grund für Kinderlosigkeit.
Weiterhin gibt es die Form der Chlamydophila pneumoniae. Der Befall führt zu Lungenentzündungen oder Entzündungen der oberen Atemwege. Die Infektionsform ist die Tröpfcheninfektion.
Eine letzte Form ist die Chlamydophilia psittaci. Hierbei wird der Erreger vom Tier auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Man nennt diese Krankheit auch Ornithose, das bedeutet Vogelkrankheit. Es können Lungenentzündungsähnliche Symptome auftreten.
Folgen sind auch manchmal eine Herzmuskelentzündung, eine Hepatitis, oder Lymphome. Bei den Lymphomen sind die Lymphknoten vergrößert und besonders das MALT ist betroffen. MALT heißt mucosa associated lymphatic tissue und steht für Lymphknoten, die in der Schleimhaut angesiedelt sind.
Insgesamt sind Chlamydien durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragbar, besonders bei oft wechselnden Partnern. Viele Frauen tragen den Erreger, ohne, dass sie Symptome bemerken. Prinzipiell sind Chlamydien mit Antibiotika behandelbar. Dabei sollten beide Geschlechtspartner behandelt werden, damit eine Wiederinfektion vermieden wird. In der Schwangerschaft können Chlamydien die Ursache für Frühgeburten sein. Sie müssen mit speziellen Antibiotika behandelt werden.
Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, durch Bakterien verursacht. Die Krankheit verläuft über einen sehr langen Zeitraum, also chronisch. Das Bakterium trägt den Namen Myobacterium tuberculosis. Die Tuberkulose wird auch Schwindsucht genannt. Der Erreger befällt die Lunge, aber auch andere Organe, doch die Lunge wird am häufigsten befallen. Die Tuberkulose ist abhängig von sozialen Faktoren, wie dem Ernährungszustand und der Stärke des Immunsystems. Wenn man sich mit Tuberkulose infiziert bildet sich ein sogenannter Primärkomplex, der ein kleiner Entzündungsherd darstellt.
Meistens ist die Diagnose nur wegen diesem Primärkomplex zu stellen. Andere Symptome sind sehr unspezifisch. Oft tritt eine leichte Temperaturerhöhung ein, eine unspezifische Gewichtsabnahme, oder Nachtschweiß, auch leichte Lymphknotenschwellungen sind möglich. Wenn sehr viele Entzündungsherde gebildet werden, bezeichnet man das als Milliartuberkulose.
Die Infektion erfolgt von Mensch zu Mensch über eine Tröpfcheninfektion, durch Husten oder Niesen, oder auch Sprechen. Tuberkulose kann auch von Tieren, wie zum Beispiel dem Rind übertragen werden, dass ist heute aber kaum noch der Fall.
Wenn das Immunsystem geschwächt ist, tritt die Entzündung innerhalb des Körpers auf andere Strukturen über. Das passiert zum Beispiel über die Lymphgefäße, auf anderen Lymphknoten. Auch die Hirnhäute stellen einen Angriffspunkt dar. Daraus entsteht eine Hirnhautentzündung, das gleiche ist bei der Lunge der Fall, hierbei tritt eine Brustfellentzündung auf. Sichtbar machen kann man diesen Entzündungsherd mit einem CT (Computer-Tomographie). Besonders bei HIV infizierten Personen ist Tuberkulose sehr gefährlich. Sie ist die häufigste Todesursache bei HIV positiven Menschen.
Die Behandlung der Tuberkulose, stellt eine Gabe von Antituberkulotika und einer Stärkung des Immunsystems dar. Bei Kinder und HIV-Infizierten Menschen erfolgt eine spezielle Behandlungsform. Die Patienten werden meistens isoliert. Die Schwierigkeit in der Bekämpfung der Tuberkulose ist, dass sich die Entzündungsherde abkapseln können und so viele Jahre im Körper bestehen bleiben.
Das nennt man Postprimärtuberkulose. Bei gesundem Körper und starkem Immunsystem ist das auch kein Problem, tritt aber eine Schwächung des Immunsystems auf, kann die Tuberkulose wieder ausbrechen. Die Faktoren dafür sind unter anderem Stress, Alkohol, Drogen, HIV-Krankheit und Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken zum Beispiel bei einer Transplantation.
Die Therapie dauert sehr lange, damit sich keine Strukturen im Körper erhalten können, eine regelmäßige Nachsorge ist ebenfalls sinnvoll.