Konservative Therapie
Bei einem leichten Lymphödem kann eine Hochlagerung, zum Beispiel des Beines helfen das Lymphödem zu vermindern. Auch kalte Umschläge können hilfreich sein die Schwellung zu lindern.
Bei vielen Formen des Lymphödems ist eine Behandlung über einen sehr langen Zeitraum notwendig, oft auch zeit Lebens. Dabei gibt es konservative Maßnahmen die den Zustand des Lymphödems stark verbessern können. Die Verbindung der verschiedenen Maßnahmen, kann die Beschwerden so gut wie einschränken. Dieses zusammen Spiel wird Physikalische Entstauungstherapie genannt (KPE) und besteht aus eine Kombination aus manueller Lymphdrainage und Kompression.
- Eine Behandlung durch Kompression ist sehr wichtig. Kompressionsstrümpfe werden Maß angefertigt und sollen oft täglich verwendet werden. Ein Kompressionsverband hat den gleichen Effekt und wird vor der Anfertigung von Kompressionsstrümpfen verwendet. Es soll damit verhindert werden, dass sich die Lymphflüssigkeit wieder massiv in ein Gewebe einlagert. Die Strümpfe gibt es in verschiedenen Formen, je nach dem um welche Körperregion es sich handelt. Zum Beispiel gibt für das ganze Bein Strümpfe oder nur Kniestrümpfe, aber auch Armstrümpfe.
- Bei der manuellen Lymphdrainage wird mit einer speziellen Technik, versucht die angesammelte Lymphflüssigkeit zu verteilen, in dem mit leichtem Druck auf der Haut in die Richtung des Lymphabflusses massiert wird.
- Hinzu kommen Verhaltensweisen, die das Verschlechtern des Zustandes einschränken. Dazu gehören, dass man starke körperliche Anstrengung vermeidet, auch Kälte und Hitze sollten vermieden werden. Es sollte keine einschneidende Kleidung getragen werden, zum Beispiel keine Socken mit engen Bund. Verletzungen an Händen und Füßen könnten zu einer Entzündung führen, deshalb sollte bei Handarbeiten jeglicher Art Vorsicht genommen werden. Wenn sich das Lymphödem an den Armen oder den Beinen befindet, verbessert sich der Zustand in gewissen Stadien durch hochlagern.
- Ein weiterer Punkt ist eine sorgfältige Hautpflege, damit Infektionen nicht zustande kommen.
- Therapeutisches Schwimmen oder speziellen gymnastische Übungen können den Zustand verbessern.
Medikamentöse Therapie (nur wenn es möglich ist)
- Eine Medikamentöse Therapie gibt es nicht. Eine Behandlung mit Benzopyronen kann als ergänzende Therapie erfolgen. Die Wirkung ist jedoch nicht bestätigt.
- Es dürfen keine Diuretika eingenommen werden. Diuretika entziehen dem Körper nur Wasser und steigern damit wird die Konzentration der festen Bestandteile im Ödem.
Diuretika sind also für die Behandlung von Lymphödemen ungeeignet.
- Wenn das Lymphödems auf Grund eines bakteriell verursachten Prozess entstanden ist, ist eine Antibiotika-Therapie nötig.
Alternative Therapie (nur wenn es möglich ist)
Operation (bei chirurgischen Eingriffen)
Wenn alle anderen Maßnahmen der konservativen Therapie nicht anschlagen kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Dabei wird versucht Abflüsse für die Lymphflüssigkeit zu konstruieren, es werden auch Verbindungen zum venösen System geschaffen um einen Abfluss der Lymphflüssigkeit zu ermöglichen. Eine operative Variante ist sehr schwierig und erfordert einen Spezialisten.
Letzte Aktualisierung am 27.05.2009.