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Rhesusfaktor Untersuchung


Wie wird der Rhesusfaktor bestimmt?

Als Untersuchungsmaterial dient eine Erythrozytensuspension aus venösem Blut. Die Untersuchung des Rhesusfaktors unterscheidet sich leicht, je nachdem,ob es sich um Empfänger-, oder Spenderblut handelt. Zu der Suspension an roten Blutzellen des Empfängers werden zwei bestimmte Antiseren gegeben.


Klumpt das Blut nach Zugabe der Seren, kann man davon ausgehen, dass es sich um rhesuspositives Blut handelt. Die Anti-D-Antikörper im Serum haben dann an den Rhesusfaktor D auf den roten Blutzellen des Patienten gebunden. Andersherum ist der Patient rhesusnegativ, wenn das Blut ganz flüssig bleibt.

Es kann vorkommen, dass sich die Ergebnisse beim ersten und zweiten Antiserum unterscheiden, oder das Ergebnis nicht ganz eindeutig ist. In diesem Falle wird dann der Patient zunächst als rhesusnegativ bezeichnet und das Blut noch einmal untersucht.

Das Erythrozytengemenge des Spenders wird ebenfalls mit zwei Antiseren getestet. Bilden sich sofort nach der Zugabe der Seren kleine Klumpen im Untersuchungsmaterial, ist das Blut rhesuspositiv.
Bleibt das Blut flüssig, oder ist das Ergebnis beider Ansätze unterschiedlich, wird das Blut mittels eines weiteren Testverfahrens untersucht, bis sich ein eindeutiges Ergebnis ermitteln lässt.

Der Untersuchungsablauf

Das benötigte Blut für die Bestimmung des Rhesusfaktors, z.B. im Rahmen einer Blutspende, wird dem Patienten in der Regel direkt in der Ellenbeuge abgenommen. Dazu wird die Hautstelle, die durchstochen werden soll, zunächst mit einem geeigneten Desinfektionsmittel behandelt. Am Oberarm wird ein Stauschlauch angelegt und fest angezogen, so dass das Blut nicht mehr aus dem Arm abfließen kann. Die Venen werden dadurch meist sehr gut sichtbar. Dann kann eine Vene mit geeignetem Blutabnahmematerial, beispielsweise einem Butterfly (= spezielle Nadel zur Blutentnahme), angestochen und das benötigte Blut entnommen werden.

Mögliche Komplikationen bei der Blutentnahme

Es kommt nicht selten einmal vor, dass Patienten bei, oder auch nach einer Blutabnahme schwindelig wird, oder sich bei ihnen Übelkeit einstellt. Seltener kann es auch einmal zu einer Ohnmacht kommen. Das ist abhängig von Anlage und körperlichem Zustand. Begünstigt wird so eine Komplikation z.B. dadurch, dass sie zu schnell nach der Abnahme versuchen aufzustehen. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass die Patienten nach der Entnahme wenigstens einige Minuten ruhig sitzen bleiben.


« Rhesusfaktor

Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.

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