Erhöhte Konzentrationen des CA 125 im Blut findet man hauptsächlich bei Tumoren im Bereich der Eierstöcke, Eileiter oder auch der Gebärmutterschleimhaut. Die Bestimmung der Protein-Werte eignet sich daher gut zur Verlaufskontrolle der Therapie einer solchen Krebsart. Über den Verlauf der Werte kann der Erfolg der Behandlung beurteilt werden. Findet man nach anfänglichem Absinken der Werte im Laufe der Behandlung erneut Erhöhungen, deutet dies auf die Bildung eines Rezidivs (neuerliches Wachstum des Tumors) oder auf Metastasen (Tochtergeschwüre des Tumors in anderen Organen) hin.
Da Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) häufig ebenfalls erhöhte CA 125-Werte aufweisen, wird das Protein neben dem Tumormarker CA 19-9 (Marker erster Wahl) auch zur Verlaufkontrolle einer Tumorerkrankung der Bauchspeicheldrüse verwendet.
Wie bei den meisten Tumormarkern sind erhöhte Werte nicht mit Sicherheit auf einen der oben genannten Tumoren zurückzuführen.
Es gibt weiter Krebsarten, bei denen man erhöhte CA 125-Werte findet. Dazu gehören:
- Tumore des Gallengangs
- Tumore der Leber (Leberzellkarzinom, hepatozelluläres Karzinom)
- Lungenkarzinom (Bronchialkarzinom)
- Tumore im Magen-Darm-Bereich
- Brustkrebs (Mammakarzinom)
- Gebärmutter(hals)krebs
Außerdem gibt es einige Erkrankungen, die ebenfalls zu einer Erhöhung der Tumormarker-Werte führen können, auch wenn gar kein Krebs besteht:
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
- Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) oder Gallensteine
- Leberzirrhose oder Leberentzündung (Hepatitis)
- Entzündungen der Eierstöcke, der Eileiter oder des Bauchraumes
- Endometriose (Wachstum der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmuttelhöhle)
- Darmerkrankungen
- Entzündungen des Bauchfells (Peritonitis) oder des Rippenfells (Pleuritis)
- Autoimmunerkrankungen
Zu beachten ist, dass bei normal verlaufenden Schwangerschaften ebenso erhöhte Konzentrationen an CA 125 im Blut zu finden sind. Das Protein wird in diesem Fall von Zellen des heranwachsenden Kindes und der Plazenta gebildet und die Erhöhung hat daher keinen Krankheitswert.
Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.