Tumormarker sind biologische Stoffe, die in oder auf entarteten Krebszellen vorkommen (man nennt sie auch „Tumorantigene") oder von diesen produziert werden. Solche Stoffe sind häufig Proteine (Eiweiße), Enzyme oder Hormone und können auch aus anderen körpereigenen Zellen stammen, die von den Tumorzellen zu deren Bildung angeregt wurden.
Der Begriff „Marker" bezeichnet ein Merkmal, das auf eine bestimmte Erkrankung oder ein bestimmtes Ereignis hinweist. Tumormarker sind also verschiedene körpereigene Stoffe, die auf eine Krebserkrankung hinweisen sollen.
Vor einigen Jahren glaubten Wissenschaftler, es gäbe für jede Art von Krebs einen solchen Marker. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass bei bestimmten Krebsarten zwar spezielle Stoffe in besonders hohen Konzentrationen im Blut vorkommen. Allerdings können auch viele andere Krankheiten eine Erhöhung dieser Werte verursachen, sodass von einem positiven Testergebnis nicht auf eine bestimmte Tumorerkrankung geschlossen werden kann.
Die Tumormarker kommen im Blut und anderen Körperflüssigkeiten vor. Ihre Konzentration kann durch einen Labortest, für den häufig nur eine Blutprobe des Patienten benötigt wird, bestimmt werden.
Letzte Aktualisierung am 26.05.2009.