Syphilis wird durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen und gilt als sexuell übertragbare Krankheit (sexually transmitted disease, STD).
Die Infektion mit dem Bakterium Treponema Pallidum erfolgt meist über kleine Verletzungen in der Haut oder der Schleimhäute.
Im Körper breitet sich der Erreger über die regionalen Lymphbahnen und -knoten ins Blut und weiter in die Organe aus. Außerhalb des Körpers kann das Bakterium nur kurze Zeit überleben. Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner führt mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent zu einer Infektion mit Syphilis. Hochinfektiös sind Erkrankte im Stadium I, im Stadium II nimmt die Infektiösität ab, bis die Betroffenen im Stadium III gar nicht mehr infektiös sind.
Die Erkrankung kann jedoch auch bei der Geburt von der Mutter auf das Neugeborene übertragen werden. Man spricht dann von einer angeborenen Syphilis oder auch Lues connata.
Dieser Übertragungsweg kommt jedoch durch die regelmäßig durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland so gut wie nicht mehr vor.
Letzte Aktualisierung am 08.03.2009.