Das Ulcus molle äußert sich wenige Tage nach der Ansteckung durch in der Regel sehr schmerzhafte kleine Hautgeschwüre an den Geschlechtsorganen.
Die Inkubationszeit, das heißt die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, liegt zwischen vier bis zehn Tagen, gelegentlich auch länger.
Einige Tage nach der Bildung des ersten Knötchens verändert sich dieses zu einer flachen Wunde, die aufbricht und sich zu einem unregelmäßig begrenzten, rot geränderten, schmerzhaften, blutenden und eitrigen Geschwür ausbildet.
Bei etwa 50 Prozent aller Erkrankungen mit Ulcus Molle entsteht zusätzlich eine schmerzhafte Infektion sowie eine Schwellungen der Lymphknoten in der Leistengegend (Bubonen). Die Bubonen können sich ebenfalls zu einem Geschwür verändern und an der Hautoberfläche eitrig durchbrechen. Dies passiert vor allem dann, wenn die Erkrankung zu spät und unzureichend behandelt wird.
Bei Männern befindet sich der Weiche Schanker meist an der Vorhaut oder am Hautbändchen unterhalb der Eichel (Frenelum), bei Frauen in den meisten Fällen am Scheideneingang. Vor allem bei Frauen kann die Infektion aber auch völlig ohne Symptome verlaufen.
Im Gegensatz zu tropischen Ländern ist die Erkrankung in Mitteleuropa relativ selten.
Letzte Aktualisierung am 09.03.2009.