Die Diagnose der gestörten Ejakulation ist im Allgemeinen relativ leicht zu stellen und wird meist schon vom Betroffenen selbst vermutet. Schwieriger ist es, die genaue Ursache der Störung zu finden
Zuerst sollte, wie bei fast allen Erkrankungen, eine ausführliche Anamnese erhoben werden. Dabei ist es besonders wichtig, auf bisherige Beschwerden (wie z.B. Schmerzen) und Operationen (z.B. Prostataentfernung) einzugehen. Auch die soziale und private Situation des Patienten muss angesprochen werden, um unter Umständen bestehende Stresssymptome besser erkennen zu können. In besonderen Fällen kann auch die Partnerin hinzugezogen werden, vor allem bei Fragen, die sich auf die Beziehungssituation beziehen.
Eine direkte Untersuchung der Ejakulationsstörung ist schwierig. Der Arzt untersucht den Patienten vielmehr auf auslösende Erkrankungen oder Beschwerden. Zunächst sollte der Beckenbereich untersucht werden. Dazu gehören auch eine Ultraschalluntersuchung des Unterbauchs und eine Untersuchung der Prostata. Die Prostata wird durch das Rektum hindurch mit dem Finger ertastet, um Größenveränderungen zu bemerken.
Die körperliche Untersuchung sollte sich aber nicht nur auf das Becken konzentrieren, sondern den gesamten Körper mit einbeziehen, da auch andere Erkrankungen die Ejakulationsstörung auslösen können.
Eine Blutuntersuchung sollte in jedem Fall vorgenommen werden. Hierbei können verschiedene Entzündungszeichen und systemische (den ganzen Körper betreffende) Erkrankungen erkannt werden.