Die meisten davon sind psychischer Natur, doch es gibt auch körperliche Erkrankungen, die Orgasmusstörungen hervorrufen.
Psychische Auslöser
Hierbei setzt sich die betroffene Person meist selbst so sehr unter Druck, dass ein Erleben des Orgasmus von vorneherein ausgeschlossen ist. Häufig kommt es durch ein gestörtes Körpergefühl zur Orgasmusstörung. Die Betroffene findet sich selbst nicht attraktiv und schämt sich vor dem Partner. Auch die Ansprüche an die eigene Sexualität können den Eintritt in die Orgasmusphase verzögern oder ganz verhindern. Viele Frauen haben zu hohe Ansprüche an sich selbst und geraten dadurch unweigerlich unter großen Druck.
Es kommt aber auch oft vor, dass der Partner (auch unbewusst) Einfluss auf die Störung nimmt. Viele Frauen glauben, sie sind dem Partner zum Orgasmus „verpflichtet" und täuschen ihn deshalb frühzeitig vor. Eine gestörte Kommunikation innerhalb der Partnerschaft unterstützt die Symptomatik, da es nicht zum klärenden Gespräch kommt und auch sexuelle Wünsche und Fantasien nicht geäußert werden können.
Unabhängig davon können auch einige psychische Erkrankungen für die Orgasmusstörung verantwortlich sein, z.B. Depressionen.
Einen Sonderfall stellen die Orgasmusstörungen dar, die durch Kindheitstraumen ausgelöst werden. Ein schreckliches Erlebnis in der Kindheit (z.B. Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Schläge), das nicht ausreichend therapiert oder verarbeitet wurde, kann auch im Erwachsenenalter noch Auswirkungen auf den Alltag haben.
Körperliche Auslöser
Es gibt viele Erkrankungen, die sich negativ auf das Sexualleben auswirken. Dabei sind vor allem systemische (den ganzen Körper betreffende) Erkrankungen wichtig, wie z.B. Diabetes mellitus oder Hormonstörungen (vor allem Testosteronmangel). Auch zunächst nur an einem Organ auftretende Krankheiten (z.B. Krebs) können eine Orgasmusstörung auslösen. Hierbei kann jedoch wieder eine psychische Komponente (psychische Belastung) beteiligt sein.
Medikamente
Manche Medikamente oder Drogen können die sexuelle Lust negativ beeinflussen, wie z.B. einige Antidepressiva.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.