Vorweg: Die Autonepiophilie hat in keiner Weise etwas mit der Pädophilie zutun, da es sich um ein Spiel unter Erwachsenen handelt, die mit sexuellen Praktiken in Verbindung mit Kindern rein gar nichts anfangen können und diese auch vehement ablehnen. Bei dieser Paraphilie liegen die Neigungen in einer ganz anderen Richtung: Selbst das Baby sein, sich bemuttern und wickeln lassen, klein und hilflos der „Mutter" unterworfen zu sein und ähnliche Aspekte prägen diese in der Gesellschaft als sexuelle Abnormität betrachtete Vorliebe.
Eine in dieser Paraphilie mit einbezogenen Form ist der Windelfetischismus, dem besonders bestimmte Sparten der Industrie eigene Produktionszweige gewidmet sind. So werden die benötigten Utensilien, wie etwa Windeln, Einlagen, Schnuller oder Fläschchen speziell für diese sexuellen Spiele produziert.
In der Regel zeigen die Babyplayer keine weiteren abnormen Verhaltensweisen, weshalb diese zumeist nur in internen Kreisen bekannt sind und ihre sexuellen Neigungen ausleben. Da es sich bei der Autonepiophilie um eine bestimmte Prägung handelt, offenbaren sich die Betroffenen nur in wirklichen Ausnahmefällen. Als so genannte Normalos gehen sie oftmals als gestandene Männer durch das Leben, finden sich oft in führenden Positionen wieder und finden in dem Babyspiel den Part des Schwachen und Hilflosen. Nicht immer der Macher sein zu müssen, sondern wieder klein und ohne Verpflichtungen zu sein, sind oft die ausschlaggebenden Faktoren der Autonepiophilen.
Die Babyplayer finden trotz allem noch relativ viel Toleranz unter der Bevölkerung, da bei ihren sexuellen Spielen keiner zu Leide kommt und auch selten etwas an die Öffentlichkeit dringt. Sich direkt und offen als Babyplayer zu outen tun jedoch die wenigsten, denn statt in die Verdammnis zu laufen, werden sie oft zum Gespött der anderen Menschen. Mit ein Grund, weshalb die Autonepiophilie als eine der sexuellen Abnormitäten bezeichnet wird liegt im gesellschaftlichen Empfinden über Stark- und Erwachsensein.
Wieder erwarten hegen die wenigsten Autonepiophiler einen reinen sexuellen Hang zum Babyspiel, sondern vielmehr das sich Bemutternlassen und klein sein dürfen. Woher diese Neigung kommt, ist unter den Fachleuten umstritten und wie bei so vielen weiteren Paraphilien nicht geklärt. Vermutungen über eine nicht ausgelebte und gefühlvolle Kindheit werden ebenso angestellt als auch die Angst vor dem „Großsein" und den damit verbundenen Verpflichtungen.
Ein therapeutischer Eingriff ist selten nötig, es sei denn der Betroffene selbst äußert den Wunsch, weil er sich zu sehr in dem Babyspiel verliert und sich dadurch beeinträchtigt fühlt. Da die Autonepiophilie im Verborgenen und ohne jeglichen Schaden an Personen vonstatten geht, ist selten von Außen ein Eingreifen erforderlich.