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Biastophilie

Die Vergewaltigung anderer Menschen als sexuelle Phantasie...

Die Biastophilie ist eine der Paraphilien, die sich aufgrund ihres Auslebens deutlich von anderen Paraphilien unterscheidet. Die sexuelle Erregung und Befriedung kann ein Biastophiler zumeist nur in der Vergewaltigung anderer Menschen, sprich überwiegend von Frauen, finden.

In der Gedankenwelt der Menschen tauchen immer wieder Fantasien auf, die sich um das Thema Vergewaltigung drehen. Frauen nutzen diese sexuelle Fantasie oftmals als Kick während dem Geschlechtsverkehr oder auch bei der Masturbation, doch im realen würde keine Frau diesen Gedanken auch nur annähernd ausleben wollen. In der Männerwelt kreisen diese Fantasien auch, ebenfalls mit dem Hintergrund, diese Vergewaltigungsszenen nicht auszuführen.

Männer jedoch die die sexuelle gestörte Präferenz der Biastophilie aufzeigen sind regelrecht auf diesen Kick fixiert. Eine Paraphilie, die ein hohes Maß an Sadismus beinhaltet, da eine Vergewaltigung ausschließlich im Zusammenhang mit Gewalt und Unterdrückung stattfindet. Biastophil veranlagte Männer suchen den sexuellen Reiz auf Biegen und Brechen und können bei einer extremen Form dieser Paraphilie keine normale sexuelle Beziehung aufrechterhalten, zumal oft auch keinerlei Wunsch für eine Partnerschaft besteht. Allerdings schließt auch eine bestehende Partnerschaft die Biastophilie nicht aus und kann durch den „Täter" selbst an der eigenen Partnern ständig „ausgelebt" werden.

Aufgrund der involvierten Gewalt kann man bei dieser Paraphilie durchaus von einer Störung des Betroffenen sprechen, die selbst mit einer Therapie so gut wie nicht heilbar ist. Freiwillig sich in eine Therapie begeben betrifft nur eine minimale Prozentzahl der Biastophilen. Da jedoch die rechtliche Aspekte bei einer Vergewaltigung sehr schnell zu einer Anklage und damit auch Verurteilung führen, wird oftmals als ergänzende Strafe eine Therapie mit angeordnet. Leider zeigt sich auch hier kaum ein Erfolg aus therapeutischer Sicht, was die Biastophilie umso schwerwiegender werden lässt.

Ursachen der Entstehung sind bei dieser Paraphilie nicht geklärt. Thesen beschäftigen sich zum Beispiel mit eigenen traumatischen Erlebnissen durch sexuelle Übergriffe in der Kindheit oder als Jugendlicher. Eine andere mögliche Ursache könnte auch ein bleibendes Erlebnis im Erwachsenenalter sein, das den Biastophilen derart mit Hass erfüllt hat, dass er diesen nun mit ständigen Vergewaltigung auslebt. Da allerdings der sexuelle Aspekt überwiegt, kann man nicht nur auf diese These zurückgreifen und gelangt dann rasch zu den komplexen menschlichen Störungen, die selbst von Psychologen und Psychiatern nur schwer aufzuschlüsseln sind.

 



Letzte Aktualisierung am 09.03.2009.

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