Diese Paraphilie wird unschwer erkennbar in sexuell gestörter Präferenzen eingereiht, die sich dadurch auszeichnet eine sehr alte Variante der sexuellen Wünsche zu sein. Mit Anbeginn des religiösen Glaubens wurden schon die ersten dämonophilen Praktiken als Gegenzug zum Götterglauben praktiziert. Abgrenzungen finden sich allerdings zum Satanismus, wobei auch dieser Aspekt durchaus mit bei dem Betroffenen einbezogen sein kann. In der Regel jedoch bezieht sich die sexuelle Lust auf den Gedanken durch den „körperlichen" Kontakt mit einem Überwesen zur sexuellen Erfüllung zu kommen.
Äußert ein Dämonophiler absichtlich oder unabsichtlich in der Öffentlichkeit, dann wird er in den meisten Fällen als Verrückter abgestempelt. Inwieweit eine „Verrücktheit" in dieser Paraphilie enthalten ist, zeigt sich erst dann, wenn der Betroffene nur noch und ausschließlich durch den „Geistersex" in einen erregten Zustand gelangt und eine herkömmliche (sexuelle) Beziehung nicht mehr stattfinden kann.
Therapeutische Hilfe wird kaum ein Dämonophiler von sich aus suchen, es sei denn, dass er sich selbst als „gestört" ansieht und in seinem ganzen Leben durch diese sexuelle Vorliebe belastet wird. Ein Umstand, der besonders auch die sozialen Kontakte betrifft, die diese Paraphilie eher als eine Psychose ansehen und lieber „Abstand" halten. Für den Betroffenen selbst kann dieser ungewöhnliche Hang durchaus eine schwere Belastung sein, da die Umsetzung des sexuellen Wunsches doch mehr als beschwerlich ist und somit ein unerfüllter Wunsch zur Fixierung werden kann.
Weshalb ein Mensch in der Dämonophilie seinen Sexualtrieb ausleben möchte, ist selbst in der Psychiatrie nicht geklärt und führt oftmals auf Vermutungen, die sich eher mit der Störung im Gehirn befassen als nur mit der sexuellen Präferenz. Ob und inwieweit eine „Heilung" möglich ist, ist ebenfalls ein unsicherer und deshalb nicht festlegbarer Faktor in der Dämonophilie.