Wieder erwarten handelt es sich bei einem fetischistischen Transvestiten nicht um einen Transsexuellen oder gar Homosexuellen, sondern vielmehr um einen heterosexuell veranlagten Mann. Die sexuell erregenden Momente ergeben sich durch das Tragen frauenspezifischer Kleidung, wie etwa Reizwäsche, Nylonstrümpfe oder auch Röcke und Kleider und läuft zumeist im Stillen und Verborgen ab.
Der fetischistische Transvestismus wird in den meisten Fällen in den eigenen vier Wänden ausgelebt oder auch mit dem Tragen von Frauenkleidern unter den herkömmlichen Männerkleidern, sodass in nur wenigen Momenten andere Menschen etwas von dieser sexuell geprägten Vorliebe mit bekommen.
Für Männer mit diesem Hang stellt sich die Situation des Auslebens als relativ einfach dar, es sei denn sie leben mit einer Frau in einer engen Partnerschaft und müssen ihr Tun verheimlichen. Kaum ein fetischistischer Transvestit offenbart sich seiner Partnerin, da nur wenige Frauen ein großes Verständnis für solch einen Fetischismus zeigen wollen oder auch können. Befremdlich nehmen sie zumeist Abstand von dem Betroffenen. Ein Umstand den die meisten Männer bereits im Vorfeld ahnen oder auch durch sanftes Nachfragen erfragen und damit auch wissen.
Worin sich der fetischistische Transvestismus begründet ist bislang ungeklärt. Mögliche Theorien drehen sich um biologische Faktoren, sexuelles Erlernen oder auch frühkindliche Prägungen durch einschneidende Erlebnisse. Inwieweit sich diese Paraphilie in ihrer Ausprägung aufzeigt, kann ebenfalls unterschiedliche Formen annehmen. Während die einen sich mit dem Tragen der Frauenkleider zur sexuellen Stimulation zufrieden geben, entwickelt sich bei anderen auch der Wunsch im Ganzen, sprich auch körperlich, als komplette Frau leben zu können.
Ob eine Therapie nötig ist, entscheidet schlussendlich der Betroffene selbst. Je mehr der innerliche und auch äußerliche Leidensdruck zunimmt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Wunsch nach Hilfe und damit einer Therapie überhand nimmt und solch eine Hilfe gesucht wird. Der Erfolg solch einer therapeutischen Behandlung unterliegt zahlreichen Faktoren, sodass mögliche Prognosen nur im Bereich der Schätzungen liegen könnten.