Paraphilie oder nicht? Krankhaftes Denken und Fühlen? Oder doch nur eines von der Gesellschaft als „krankhaftes" Verhalten? Fragen, die bis heute keine definitive Antwort erhalten haben und deshalb diese Paraphilie nach wie vor im Katalog der gestörten sexuellen Präferenzen führt.
Infantophil veranlagte Menschen können in unterschiedlichen Vorgehensweisen ihren sexuellen Drang ausleben. So genannte Edelpädos möchten gerne den Sex und sexuelle Handlungen mit Babys oder Kleinkindern, unterdrücken jedoch diesen Drang aus Angst vor den gesellschaftlichen und rechtlichen Folgen. Andere wiederum leben ihre „Sucht" mit einschlägigen Magazinen und Videos, sowie dem Betrachten der kleinen Kinder aus der Ferne aus. Die gesteigerte Form findet sich dann in dem wirklichen Ausleben der sexuellen Fantasien, wie etwa im Familien- und Verwandtenkreis oder auch durch die Angebote aus der „Szene", die Kinder regelrecht für diesen Zweck anbieten und oft auch Unmengen an Geld für diese „Dienstleistung" verlangen.
Ein ausgelebter Infantophilismus beschert allen Beteiligten ein Höchstmaß an Problematiken. Der Pädophilie selbst unterdrückt zumeist seine Gefühle und Bedürfnisse aufgrund des gesellschaftlichen Drucks, der Angst vor einem Arbeitsplatzverlust oder auch die Verfolgung durch die rechtlichen Instanzen. Letzteres ist angesichts der zahlreichen Morde aufgrund der Pädophilie eine mehr als wahrscheinliche Folge, wenn Außenstehende den „Täter" zur Anzeige bringen. Von der Justiz selbst werden Infantophile regelrecht gejagt, um die kleinen und wehrlosen Kinder zu schützen.
Die durch pädophile Menschen (es gibt auch durchaus Frauen mit diesem sexuellen Hand und Drang) in Bedrängnis gekommen Kinder können sich selbst nicht wehren, weder körperlich noch sprachlich. Seelische und körperliche Schäden gehen an keinem der für sexuelle Zwecke missbrauchten Kinder vorbei und deren Auswirkungen zeigen sich oftmals erst in späteren, manchmal erwachsenen, Jahren.
Eine gelebte Infantophilie hinterlässt immer Spuren, auch bei dem derart veranlagten Menschen, doch nur selten wird freiwillig eine Therapie angetreten, da viele ihre sexuelle Vorliebe als ganz normal betrachten und sich selbst recht gut damit zurechtfinden. Werden Infantophile Menschen allerdings gerichtlich verurteilt, wird zumeist eine gleichzeitige Therapie angeordnet, die jedoch nur wenig Aussichten auf Erfolg aufzeigt. Ein Umstand, der unter anderem auch daran liegt, dass selbst die Wissenschaftler nicht festlegen können woher diese sexuelle Präferenz ihren Ursprung hat. Thesen hierzu lauten etwa, dass ein Pädophiler Mensch entsprechende genetische Veranlagung hat, andere wiederum gehen davon aus, dass ein prägendes Erlebnis in der Kindheit oder gerade auch als Erwachsener die Infantophilie auslöst. Thesen, die bislang nicht zu 100% bestätigt sind und deshalb auch einen Therapieerfolg erschweren, zumal viele Pädophilie wieder rückfällig werden und in ihr „altes Leben" zurückkehren.