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Klismaphilie

Klismaphilie "die Liebe zu Einläufen"...

Die Klismaphilie bezeichnet im wörtlichen Sinne „die Liebe zu Einläufen" und zeigt sich als eine der Paraphilien, die im weitesten Sinne nicht unbedingt eine stark abnorme sexuelle Vorliebe beinhaltet, dagegen jedoch einen gewissen Hang zum Außergewöhnlichen.

Eine sexuelle Stimulanz durch die Durchführung eines Einlaufes ist hierbei an Praktiken aus dem Analverkehr entlehnt, da es sich in einer bestimmten Art und Weise um eine anale Penetration handelt, die bei zahlreichen Menschen zu einem erfüllten Sexualleben durchaus dazu gehören. Ein Praktik, die wider der landläufigen Meinung nicht nur unter Homosexuellen ausgeübt wird, sondern auch in heterosexuellen Beziehungen. Die Klismaphilie natürlich stellt hierbei eine etwas andere Vorgehensweise dar, die sich zudem in verschiedenen Ausprägungen zeigen kann.

Während manche Klismaphile den Einlauf als ergänzendes Mittel innerhalb des Sexuallebens betrachtet, findet sich dagegen bei zahlreichen anderen Klismaphilen die reine Fixierung und damit die ausschließliche Erregung und Befriedigung in der Anwendung eines Einlaufes. Letzteres bedingt in eine gewisse Abhängigkeit, denn ohne den Einlauf „regt" sich im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Statt als Mittel zum Zweck zeigt sich in dieser speziellen Vorliebe eine eingeschränkte Sexualität, die ohne das Mittel Einlauf nicht ausreichend funktionieren kann.

Bei der Klismaphilie handelt es sich im Grunde um ein Tabuthema, da sie sich mit der „verbotenen analen Zone", sowie „Fäkalien" beschäftigt, die in der Gesellschaft unter dem Motto „das ist pfui" regelrecht außen vor gelassen wird. So wird kaum ein Klismaphiler offen über seine Vorliebe sprechen, die oftmals selbst der eigene Partner nicht weiß und entweder im Stillen und Verborgenen oder in einer einschlägigen Szene ausgelebt wird.

Wie eine Klismaphilie entsteht, ist wie sooft bei Paraphilien nicht eindeutig zu entschlüsseln, doch liegt der Verdacht nahe, dass es sich aus einstigen „Dokterspielen" im Kindesalter oder auch durch eine akut auftretende Erregung im Erwachsenenalter im Rahmen eines Arztbesuches oder Klinikaufenthaltes könnte eine Klismaphile Vorliebe ihren Anfang finden. Doch wie bereits erwähnt, gibt es keine fundierten Belege.

In den seltensten Fällen wird ein Klismaphiler sich in eine Therapie begeben, es sei denn, dass sich seine Gedanken nur noch um den nächsten Moment des Einlaufes und die damit die verbundene sexuelle Erregung drehen. Fühlt er oder sie sich seelisch zu sehr belastet, dann besteht die Möglichkeit sich in die Hände eines Therapeuten zu begeben. Gesetzlich spricht nichts gegen die Klismaphilie, da weder eine weitere Person geschädigt wird oder eine andere Straftat begangen wird.

 

 

 

 

 

 



Letzte Aktualisierung am 02.03.2009.

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