Bei der Pädophilie gibt es zahlreiche Unterschiede, die sich sowohl auf die Altervorliebe als auch in der Ausübung dieser sexuell gestörten Präferenz beziehen. So wird unter dem psychologischen Aspekt die Pädophilie in die Infantophilie (0-3 Jahre), die Ephebophilie (zu männlichen Jugendlichen, die Parthenophilie (weibliche Jugendliche) und dann die allgemeine Pädophilie zu Kindern zwischen 3 und 14 Jahren. Letztere stellt die am meisten ausgeübte Pädophilie dar, wobei es so genannte „Höhepunkte" im Alter von 5 bis 6 oder auch 10 bis 11 Jahren gibt.
Für pädophil veranlagte Menschen zeigt sich die Vorliebe im sexuellen Umgang mit Kindern, der sich allerdings in der Regel darauf bezieht, dass eine Geschlechtsreife noch nicht eingetreten ist. Die Pädophilie ist im Übrigen ein der Paraphilien, die schon im alten Griechenland oder bei den Römern ausgiebig „gepflegt" wurde und zu damaligen Zeiten gänzlich normal war. Diese Normalität ist allerdings schon lange ausgestorben und sowohl gesellschaftlich als auch rechtlich absolut verbrämt und geächtet.
Da Pädophile sich mit ihren sexuellen Vorlieben an Kinder wenden, die sich weder geistig noch körperlich gegen sexuelle Handlungen zur Wehr setzen können, zeigt sich diese Paraphilie als einer der schwerwiegendsten unter den Paraphilien. Pädophile selbst sehen ihren Hang zumeist als eine „liebevolle Beziehung zum Kind" und demzufolge kaum als gestört, weshalb auch kaum sich jemand freiwillig in eine therapeutische Behandlung begibt. Wird die Hilfe dann doch gesucht, dann zumeist weil der seelische und gesellschaftliche Druck zu sehr belastet. Unter solchen Voraussetzungen kann eine Therapie noch am meisten zum Erfolg führen.
Rechtlich stehen hohe Strafen und in der Regel auch die Verhängung einer Therapie auf pädophile Handlungen. Aus therapeutischer Sicht betrachtet fruchtet jedoch solch eine Therapie nur in Ausnahmefällen. Wie diese sexuelle gestörte Präferenz ihren Anfang findet, ist auch unter Experten noch unklar. Tatsache scheint jedoch zu sein, dass Pädophile mehrere weitere psychische Störungen, wie etwa Angst vor dem Erwachsenensex oder auch die Angst vor Erkrankungen (die bei unschuldigen Kindern ja nicht begründet ist), in sich vereinen.
Die Pädophilie wird unter verschiedenen Vorgehensweisen ausgelebt: Um in eine sexuelle Erregung oder auch einen sexuellen Höhepunkt zu gelangen, werden mittels entsprechenden Magazinen und Videos oder beim Betrachten von Kindern auf Spiel- und Schulplätzen, versucht diese zu erreichen. Daneben „kaufen" sich Pädophile auch ihre „Ware Kind" (ähnlich wie bei Prostituierten) oder wenden deutlich Gewalt an, in dem sie das oder die Kinder direkt von der Straße entführen. Letztere Handlung zieht meist den Tod der Kinder nach sich. Weitere Arten der Pädophilie sind die Praktiken der „Edel-Pädos", die zwar den riesigen Wunsch nach sexuellen Handlungen mit Kindern hegen, diesen aber nur „aus der Ferne" anhand von Magazinen und ähnliches ausleben, da die Angst vor den rechtlichen Folgen zumeist über diesem Wunsch stehen.