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Partialismus

Sexuelle Erregung durch ein Körperteil...

Der Partialismus stellt in erster Linie einen Fetischismus dar, der sich sowohl auf erogene als nicht-erogene Körperteile bezieht und je nach Ausprägung paraphile Ausmaße annehmen kann. Bei dem Partialismus konzentriert sich das Augenmerk zumeist auf einen ganz bestimmten Körperteil, der bei dem Partialisten zu einer Erregung und oftmals auch zu einer sexuellen Befriedigung führt.


Als Paraphilie kann man den Partialismus eigentlich erst dann bezeichnen, wenn der Betroffene nur noch und ausschließlich durch das Betrachten oder Anfassen des Fetischen Körperteils in einen Zustand der sexuellen Erregung gelangt und diese durch andere Impulse nicht spürt. So fällt die Konzentration oft auch auf Körperteile, die man leicht und überall unbefangen betrachten kann, so dass diese sexuelle Vorliebe keinesfalls auffällt. Hierzu gehören beispielsweise Arme, Beine oder auch die Füße, die gleichzeitig auch die Hitliste der Partialisten darstellt. Daneben finden die sexuelle Fixierung auch auf den Po und die Brust statt, die bei dem Partialisten bereits nur bei Betrachten eine Flut an Gefühle auslöst.

Wird der Partialismus exzessiv ausgeübt, dann zeigt sich bei dem Betroffenen zumeist eine sexuell gestörte Präferenz, da er wie bei einer Sucht ständig auf der Suche nach seinem Fetisch ist und keine Gelegenheit auslässt diesen zu betrachten. Bei nicht-erogenen Körperteilen fällt das natürlich leicht, doch bei den „verdeckten" Zonen werden aufgrund an Gelegenheit oftmals Magazine und Videos und ähnliches zur Befriedung der Lust herangezogen, was wiederum zur Masturbation führt.

Leicht lässt sich erkennen, dass im Partialismus gleich mehrere sexuelle Vorlieben zu finden sind, die in ihrer Ausprägung jedoch durchaus unterschiedliche auftreten können. Von einer Störung im Sexualleben des Betroffenen muss mal allerdings nicht explizit ausgehen, denn oft werden sehr befriedigende Partnerschaften geführt, besonders dann, wenn der Partner von dem Hang des anderen weiß und seine Fixierung toleriert.

Der Partialismus wird in der Regel nicht strafrechtlich verfolgt, es sei den der Betroffene versucht mit Gewalt seinen „geliebten Körperteil" zu betrachten oder anzufassen und sich daran sexuell zu stimulieren. Allerdings kommt das recht selten vor. Genaue Zahlen über Menschen mit dem Hang zum Partialismus existieren keine, doch angesichts der Normalität der Körperteil-Bevorzugung kann man davon ausgehen, dass die Mehrheit der Menschen, besonders jedoch Männer, diese Vorliebe hegen.

Eine Therapie ist bei dieser Paraphilie nicht nötig, da der Betroffene in der Regel nicht „gestört" ist und alle Beteiligten ihren sexuellen Spaß haben. Anders sieht die Sachlage aus, wenn der Partialist sich wie bereits erwähnt mit Gewalt seinen Fetisch einfordert, dann kann es unter Umständen rasch zu einer Anzeige wegen sexueller Nötigung kommen. Doch da heutzutage überall nackte Haut zu betrachten ist, bleibt zumeist diese Vorgehensweise außen vor.



Letzte Aktualisierung am 10.03.2009.

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