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Pictophilie

Im Rahmen einer Pictophilie versetzten Porträts oder Landschaftsmalerei den Betrachter in einer sexuelle Erregung...

Die Pictophilie entstammt wörtlich dem Griechischen und bezeichnet eine sehr spezielle und etwa ungewöhnliche sexuelle Vorliebe, die man nicht nur als eine mögliche Paraphilie betiteln kann, sondern durchaus auch als eine Art Fetischismus. Letzteres deshalb, weil sich die Pictophilie sich auf ein Objekt, genauer gesagt auf Gemälde, bezieht, dass den sexuellen Impuls vermittelt beziehungsweise erst auslöst.


Bei der Pictophilie steht für das Erzielen einer sexuellen Erregung oder auch Befriedigung das Betrachten von Gemälden im Vordergrund. Inwieweit sich diese sexuelle Vorliebe ausprägt, ist jedoch nicht direkt festlegbar, denn in der Regel wird man nicht einen pictophil veranlagten Menschen bei der Ausübung seiner sexuellen Praktik beobachten können. Im Stillen wird der Reiz von unterschiedlichen Bildern, wie etwa Porträts oder Landschaftsmalerei genossen und das ohne das es Außenstehenden auffallen würde, denn wer achtet zum Beispiel in einem Museum auf Männer, die eine Erektion vor einem Bild erhalten oder durch bestimmte Techniken durch Masturbation zur Befriedung bringen.

Die Pictophilie selbst hat noch einen „Bruder": Der Pygmalionismus. Diese Paraphilie bezieht sich jedoch nicht auf Gemälde, sondern auf Statuen der unterschiedlichsten Art und erlaubt dem Pictophilen eine leichtere Befriedung vor Ort, da sich Statuen oftmals in öffentlichen Parks befinden, wo es doch die eine oder andere Nische zum Masturbieren gibt.

Woher diese sexuelle Präferenz ihren Ursprung hat, ist selbst unter Experten nicht einmal annähernd geklärt, ebenso eine konkrete Zahl der pictophil veranlagten Menschen, die wie bei den meisten Paraphilien in einer überwiegenden Größe aus Männern besteht.

Therapeutische Behandlungen sind in der Regel jedoch werden von dem Pictophilen erwünscht noch nötig, denn sich an Bildern, sprich Gemälden, und Statuen zu erregen stellt nicht unbedingt eine ausgeprägte sexuelle Störung dar. Viel mehr könnte man von einer vertiefen Ästhetik sprechen, die sich durch die Pictophilie in einer etwas sehr eigenwilligen Form aufzeigt. Für eine bestehende Partnerschaft kann allerdings dieser sexuelle Hang durchaus zu einer Belastung führen, nämlich dann, wenn der Pictophile nur noch und ausschließlich durch das Betrachten der Bilder zu einer Erregung oder auch einem Orgasmus gelangen kann.

Rechtlich stellt diese Paraphilie normalerweise keinen Anlass zum Einschreiten dar, es sei denn, es entsteht ein öffentliches Ärgernis oder auch Gemälde werden eigens zum Zweck der sexuellen Befriedigung beschädigt oder gestohlen. Ein Umstand, der allerdings unter den pictophil veranlagten Mensch so gut wie nicht vorkommt und deshalb wirklich als Ausnahme auftritt.

 



Letzte Aktualisierung am 10.03.2009.

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