Bei der Plusophilie handelt es sich um eine Paraphilie die gleichzeitig den Fetischismus verinnerlicht und erst durch bestimmte Handlungen und Gedankengänge zu einer sexuell gestörten Präferenz führt. Diese zeigt in ihrer Ausschließlichkeit mit der der Betroffene seine Vorliebe auslebt. Je nach Ausprägung kann diese soweit führen, dass eine herkömmliche sexuelle Beziehung weder gesucht wird, geschweige ausgelebt werden kann.
Offenbart ein plusophil veranlagter Mensch in der Öffentlichkeit seinen Hang, wird dieser zumeist ins Lächerliche gezogen. Aufgrund dessen verschweigen die meisten dieser Paraphilie zugewandeten Personen diese Liebe zum Stoff- oder Plüschtier, zumindest was die sexuelle Seite betrifft. Die Liebe am Teddybären etc. an sich wird dagegen als ein nostalgischer Akt betrachtet, denn durchaus viele Menschen hegen, nur ohne den Part der sexuellen Anreize.
Rechtlich steht der Plusophilie rein gar nichts entgegen, da es sich um eine der Paraphilien handelt bei der Dritte nicht zu Schaden kommen. Auch aus therapeutischer Sicht wird erst dann eine Therapie „aktuell", wenn der Betroffene sich selbst als seelisch belastet fühlt, weil sich seine Gedanken nur noch um das Ausleben seiner sexuellen Fantasien mit den „toten und plüschigen Objekten" drehen. Doch der Schritt in eine Therapie wird eher selten unternommen, mit ein Grund weshalb man über die Plusophilie so wenig weiß, besonders auch viele Menschen sich zu dieser sexuellen Vorliebe hingezogen fühlen.
Ein Aspekt der sich auch in der Ursachenforschung aufzeigt, denn konkrete Ursachen finden sich kaum und werden unter den Experten nur durch unterschiedliche Thesen versucht zu erklären. Kindheitserlebnisse stehen hierbei im Vordergrund, doch wie bereits erwähnt ist das nur eine von vielen möglichen Auslösern der Plusophilie und damit die Ausprägung zur Paraphilie.