Vampirismus als einer der sehr speziellen sexuellen Vorliebe findet sich oftmals bei Menschen die Anhänger der Subkultur Gothic zugehörig sind, sowie im Bereich der Sadomaso-Szene. Im Vampirismus, der das Beißen im Nacken und Trinken kleiner Mengen Blut beinhaltet, kann sich allerdings auch die sexuelle Vorliebe zeigen den Geschlechtsverkehr auszuüben, wenn eine Frau menstruiert. Fast schon als Fetisch zu bezeichnen, erregt diese Praktik besonders Männer durch den Geschmack und den Geruch des Blutes.
Dieser Hang innerhalb des Vampirismus ist im Übrigen eine sehr alte Art sich durch Blut in eine sexuelle Erregung und demzufolge auch Befriedigung bringen. Von einer wahren Paraphilie kann man jedoch erst dann sprechen, wenn der „Vampir" nur noch und ausschließlich durch das Sehen und Trinken des Blutes in einen Zustand der sexuellen Erregung gelangen. Ist diese Vorliebe bereits in dieses Stadium eingetreten, dann wird aus dem vermeintlichen Fetisch ein tatsächlicher und ändert dadurch die Sachlage von einer ungewöhnlichen sexuellen Praktik zu einer sexuelle gestörten Präferenz.
Der „Vampir" selbst wird sich nur in Ausnahmefällen als einen Fall für eine Therapie ansehen, was durchaus seine Berechtigung hat solange der Vampirismus mit der Zustimmung der beteiligten Person geschieht und der Betroffene auch noch durch andere Mittel und Reize ein Erregung verspürt. Anders kann es aufgrund einer rechtlichen Klage kommen, die dann eintritt, wenn jemand durch diese Paraphilie zu schaden kommt oder sich bedrängt fühlt. Je nach Häufigkeit und schwere der Vorfälle kann von richterlicher Seite eine ergänzende Therapie angeordnet werden. Ob und in wie weit eine erfolgreiche therapeutische Behandlung zustande kommt ist allerdings nicht mit Belegen gefestigt.
Woher der Vampirismus als mögliche Paraphilie seinen Ursprung findet, ist auch unter den Experten nicht geklärt und mögliche Erklärungsversuche bewegen sich oft zwischen sehr kontroversen Thesen hin und her. Eine der Entstehungsmöglichkeit dieser sexuellen Präferenz, könnte sich in einem entscheidenden Erlebnis in der Kindheit oder auch in der Jugend finden lassen. Doch dies ist nur eine von zahlreichen Thesen im weiten Feld der Psychiatrie.
Die Akzeptanz in der Gesellschaft ist gegenüber dem Vampirismus zweigeteilt. So finden sich viele Menschen, die diese Spielart ins lächerliche ziehen und andere wiederum sehen es als eine Art „Teufelsakt". Unter dem Strich betrachtet ist der Vampirismus in sexueller Hinsicht noch einer der harmloseren Praktiken im Bereich der Paraphilie, die zudem oft einen ganz bestimmten Hintergrund in Form der damit anhängigen Subkultur des Vampirismus beinhaltet.