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Zoophilie

Die Lust auf Tiere...

Die Zoophilie, einst als Sodomie bezeichnet, entstammt wie bei den meisten Begriffen aus dem Bereich der Paraphilien aus dem Griechischen und heißt knapp übersetzt zòon Tier oder Lebewesen und philie Liebe oder Freundschaft. Schon aus der Aufschlüsselung und Übersetzung wird recht schnell ersichtlich um welche Paraphilie es sich dabei handelt. Allerdings muss man gleich im Vorfeld anfügen, dass die Zoophilie nicht zwangsläufig zu einer gestörten sexuellen Präferenz gezählt werden kann.


Die Liebe und damit die sexuelle Liebe zum Tier ist keine neuzeitliche Erscheinung. Belege über diese Art von sexueller Präferenz gibt es bereits aus der Bronzezeit, die anhand von Höhlenmalereien als solche entdeckt wurde. Selbst bis etwa 25.000 v. Chr. waren die sexuellen Beziehungen zwischen Mensch und Tier nichts ungewöhnliches, was mittlerweile durch zahlreiche Experten auch bestätigt wird.

Heute dagegen ist die Zoophilie und damit auch deren Anhänger entweder ein taburisiertes Thema oder wird strafrechtlich verfolgt. Besonders letzteres zeigt unterschiedliche Gesetze auf, die einen zoophil veranlagten Menschen durchaus in rechtliche Schwierigkeiten bringen kann, die zahlreiche Folgen mit sich führen. Auch in der Gesellschaft gilt die sexuelle Liebe zum Tier als eine Perversion, wobei man mit diesem Begriff sehr vorsichtig umgehen sollte, da selbst Psychiater und Experten die Zoophilie nicht zwingend als eine gestörte und perverse Paraphilie ansehen (pervers ist inzwischen auch ein Wort, dass aufgrund der Diskriminierung nicht gerne gehört wird).

Eine krankhafte und sexuelle gestörte Form nimmt die Zoophilie dann an, wenn sich eine Ausschließlichkeit der Erregung und sexuellen Befriedigung daraus entwickelt. So zeigt sich diese dann zum Beispiel darin, dass der Zoophile nicht mehr mit einem Menschen sexuelle Handlungen ausführen will und kann. Auch wenn sich diese Paraphilie in dieser stärksten Variante zeigt, suchen die wenigsten zoophilen Menschen einen Therapeuten auf. Mit ein Grund ist hierbei sicherlich auch die Scham über das gesellschaftlich geächtete „Treiben". Wird allerdings eine Anzeige erstattet und das vor allem auch mehrmals, sind nicht nur mit richterlichen Sanktionen zu rechnen, sondern auch mit der Verhängung einer Therapie. Doch ein Erfolg einer Therapie ist bei einem Zoophilen schwerlich einzuschätzen und oft kann auch die sexuelle gestörte Präferenz nicht „gedreht" werden.

Worin sich diese Paraphilie in ihren Auslösern begründet ist selbst in der Wissenschaft und Psychologie umstritten und nicht eindeutig mit Belegen gefestigt. Erfahrungen aus der Kindheit können bei der Zoophilie ebenso einen auslösenden Faktor beinhalten als auch negative Erlebnisse im Erwachsenenalter innerhalb einer sexuellen Beziehung. Doch auch bei der Zoophilie schweben viele Mutmaßungen über mögliche Auslöser im Raum der Psychologie, die vermutlich nicht gänzlich zur Klärung gebracht werden können.



Letzte Aktualisierung am 10.03.2009.

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