Man beginnt mit der Einnahme der Minipille am ersten Zyklustag. Hier besteht kein sofortiger Schutz, da die empfängnisverhütende Wirkung der Minipille erst nach 14 Tagen einsetzt. Die Minipille wird, anders als die normale Pille, ohne Unterbrechung eingenommen!
Die Minipille eignet sich aufgrund ihrer Nachteile (strikte Einnahme zur gleichen Zeit, häufig Zwischenblutungen) und der geringeren Sicherheit (nur) für Frauen, die kein Östrogen vertragen (z.B. Frauen mit erhöhtem Thromboserisiko) und für Frauen, die während der Stillzeit verhüten möchten. Die niedrig dosierten Gestagene beeinflussen die Milchmenge und -zusammensetzung nicht. Östrogene dagegen hemmen die Muttermilchproduktion und gehen in die Muttermilch über.
Die Wirkung der Pille beruht also nicht auf einer Ovulationshemmung, sondern der Schleimeindickung und der Hemmung der Einnistung (Nidationshemmung):