Die Minipille gehört zur Gruppe der hormonellen Verhütungsmethoden für Frauen. Sie enthält im Gegensatz zu einer typischen Antibabypille ausschließlich ein niedrig dosiertes Gestagen, z.B. das Desogestrel oder Levonorgestrel und kein Östrogen. Deshalb findet bei herkömmlichen Minipillen keine Hemmung des Eisprungs statt. Die Wirkung beruht auf einer Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich kein Ei mehr einnisten kann und der Veränderung des Schleims im Gebärmutterkanal. Sie hat demnach keine dreifache Wirkung wie die normale Pille. Daher ist es besonders wichtig, die Minipille immer täglich zur gleichen Zeit einzunehmen (maximale Zeitverschiebung zwei Stunden!).
Ein wesentlicher Vorteil der Minipille ist, dass sie die körpereigene Hormonproduktion kaum beeinflusst. Sie ist daher für Jugendliche besonders gut geeignet.