Pille - Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Nebenwirkungen treten in der Regel nur selten auf. Durch die Einnahme der Pille verändert sich der Hormonhaushalt der Frau, so dass aufgrund dieser Tatsache Nebenwirkungen hervorgerufen werden können. Hierbei unterscheidet man zwischen unerwünschten und erwünschten Nebenwirkungen.
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Unerwünschte Nebenwirkungen
- Übelkeit
- Kopfschmerzen: In der Phase der Blutung können manchmal Kopfschmerzen oder Migräne auftreten, die vermutlich durch den plötzlichen Östrogenabfall hervorgerufen werden.
- Spannungsgefühl in den Brüsten
- Zwischenblutungen
- leichte Erhöhung des Thromboserisikos
- Libidoverlust
- plötzliche Gewichtszunahme: Östrogene können dazu führen, dass der Körper bis zu drei Kilogramm Wasser ins Gewebe einlagert (Ödeme). Es handelt sich also nicht um Fett. Pillen, die das Gestagen Drospirenon enthalten, führen kaum zu Wassereinlagerungen, da es die Wasserausscheidung fördert. Durch die Hormone kann sich auch der Appetit steigern.
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Günstige Nebenwirkungen
- Zyklusstörungen werden beseitigt
- Besserung von Akne
- weniger Infektionen der inneren Genitalien
- Schutz vor Eierstock- und Brustzysten
- verringert das Risiko einer Extrauteringravidität
- Schutz vor Eierstockkrebs und Gebärmutterkrebs
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Verschiedene Arzneimittel wie Antiepileptika oder Antibiotika können die Sicherheit hormoneller Verhütungsmittel beeinträchtigen, da sie den Hormonabbau in der Leber beschleunigen oder die Aufnahme der Hormone über die Darmschleimhaut behindern. Daher sollten Sie vor jeder Medikamenteneinnahme die Packungsbeilage beachten bzw. ihren Arzt fragen und in dieser Zeit zusätzlich andere Verhütungsmittel anwenden. Ein Zeichen für die herabgesetzte Wirkung der Pille können unregelmäßige Schmierblutungen sein.
Wann darf man die Pille nicht einnehmen?
Es gibt einige Vorerkrankungen bei denen die Einnahme der Pille wesentlich größere Risiken birgt. Es drohen schwere Erkrankungen durch Gefäßverschlüsse wie Thrombosen oder sogar Schlaganfall.
Die Pille sollte daher nicht bzw. mit großer Vorsicht eingenommen werden bei:
- schweren Leberschäden
- hormonabhängigen Tumoren
- bestehender Schwangerschaft
- Erkrankungen der Hirn- oder Augengefäße
- Patienten die schon eine tiefe Beinvenenthrombose, Embolie, Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten
- schwere Formen des Bluthochdrucks (> 160/95 mmHg)
- Stoffwechselstörungen (angeboren oder erworben)
- Raucherinnen, die über 30 Jahre alt sind und weitere Risikofaktoren wie z.B. Übergewicht haben.
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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.
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