Kommt es zu einer Befruchtung im Eileiter, so kann sich die Eizelle mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 bis 30 Prozent in die Gebärmutterwand einnisten und die Frau schwanger werden. In diesem Fall wird der Zyklus unterbrochen, damit es zu keiner neuerlichen Befruchtung einer Eizelle bei schon bestehender Schwangerschaft kommt. Dies bezeichnet man auch als so genannte Superfetatio. Dieser kommt allerdings aufgrund der Beschaffenheit des Zervixschleims während einer Schwangerschaft und dessen Undurchgängigkeit für Spermien extrem selten vor.
Der Menstruationszyklus setzt hier erst einige Wochen oder Monate nach der Geburt wieder ein, wenn der Sättigungsspiegel des milchbildenden Hormons Prolaktin gesunken ist. Doch es ist immer möglich, dass auch in der Zeit nach der Geburt bis zum ersten Wiederauftreten der Menstruation, ein Follikelsprung stattfinden kann, so dass die Frau erneut schwanger werden kann.
Wird die Eizelle nicht befruchtet, so kommt es auch zu keiner Schwangerschaft. Der Gelbkörper wandelt sich in ein Corpus albicans um, welches nur noch aus fibrösem Gewebe besteht. Er verleiht dem Eierstock (Ovar) sein narbiges Aussehen.
Auch die Progesteronproduktion lässt nach. Die Schleimhaut kann ohne die hormonelle Unterstützung nicht aufrechterhalten werden und wird abgestoßen. Es kommt zur Blutung.