Der Muskelschmerz ist ein sehr vieldeutiges Symptom, angefangen von internistischen bis orthopädisch-sportmedizinischen Erkrankungen. Am häufigsten treten sie als Schulter-Nackenschmerzen und Rückenschmerzen auf.
Schmerz ist für den Körper ein lebenswichtiges Signal. Sie ist eine Reaktion auf thermische (Wärme/Kälte), mechanische (z.B. Druck), elektrische oder chemische Reize. Die Empfindung wird über sogenannte Schmerzrezeptoren (freie Nervenendigungen, die oberflächlich in der Haut oder in der Tiefe liegen z.B. in Sehnen, Bändern, Muskeln oder in einigen Organen) in das zentrale Nervensystem weitergeleitet.
Der Schmerzreiz wird als wertfreies Signal an das zentrale Nervensystem übermittelt und hier dann zu einer unangenehmen Empfindung verarbeitet. Im Anschluss wird eine Folgereaktion ausgelöst, der zur Schmerzvermeidung führen soll.
Muskelschmerzen können in verschiedenen Variationen auftreten. Man unterscheidet in der Regel zwischen einer akuten und chronischen Form.
Im folgenden ein kleiner Überblick der Einteilung:
- Muskelschmerzen als Folge einer Verletzung, z.B. Muskelfaserriss
- Muskelschmerzen ausgelöst durch Infektionen, z.B. grippaler Infekt
- Muskelkrämpfe: Folge einer Stoffwechselstörung. Muskelkrämpfe die nachts auftreten werden auch als Crampus nocturni bezeichnet
- Myalgische Syndrome: Länger anhaltende, chronische Muskelschmerzen. Ursache ist eine reflektorische Übererregung von Nervenwurzeln der Wirbelsäule wie z.B. beim LWS-Syndrom. Hier sind die Muskelschmerzen Folge einer Muskelverkrampfung. In extremen Fällen kann sich sogar ein Muskelhartspann bilden
- Myositis (Muskelentzündung): Folge einer Muskelentzündung können Muskelschmerzen mit diffusem Charakter sein
- Generalisierte Muskelschmerzen: betreffen den ganzen Körper, z.B. bei der Fibromyalgie
- Muskelschmerzen durch Ungleichgewichte in der Körperstatik
In Deutschland klagen etwa 75 Prozent der Erwachsenen über Rückenschmerzen, hierbei sind 7 bis 18 Prozent „häufig" bis „ständig" betroffen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.