Gekühlt wird am besten mit Eis, das in einer Plastiktüte schwimmt, oder speziellen Kühlpacks. Stehen diese beiden nicht zur Verfügung, kann auch mit kalten Umschlägen gekühlt werden. Auf keinen Fall sollte Eisspray verwendet werden, da es zu Erfrierungen am Einsatzort führen kann.
Die Gefahr von Erfrierungen besteht auch bei der Eisanwendung. Das Eis sollte daher nie direkt auf die Haut aufgelegt werden, sondern auf ein Tuch oder eine Binde, die den verletzten Bereich schützt. Die Kühlung muss abgebrochen werden, sobald die verletzte Person sie als unangenehm empfindet.
Bei offenen Wunden ist von einer Kälteanwendung abzusehen!
C = Compression
Bereits während des Kühlens kann der verletzte Bereich mit einem Kompressionsverband versorgt werden. Dieser besteht aus einer elastischen Binde oder einer Sportbandage und wird herzwärts (also beispielsweise vom Fuß in Richtung Schenkel) gewickelt. Gelenke werden in natürlicher Stellung verbunden, so dass der Schmerz möglichst gering gehalten wird. Direkt nach der Verletzung ist auch eine Kompression mit den Händen möglich, wenn keine anderen Hilfsmittel zur Verfügung stehen.
Der Verband sollte nicht zu fest gewickelt werden, da es nach Verletzungen zum Anschwellen des Gewebes kommt. Sobald der Schmerz im verletzten Bereich sich ändert und klopfend oder pulsierend wird, kann der Verband durch die Schwellung zu eng geworden sein und muss entfernt werden. Nach 5 - 10 Minuten kann er erneut angelegt werden. Auch bei einer Blaufärbung des herzfern gelegenen Körperteils ist der Verband zu eng und muss sofort gelöst werden.
H = Hochlagerung
Der verletzte Bereich sollte nach Möglichkeit über Herzhöhe gelagert werden. Im Idealfall wird die Hochlagerung auch im Verlauf solange regelmäßig weiter geführt, bis die Schwellung abgeklungen ist.