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Prellungen - Therapie


Kälte, Kompression, Hochlagerung usw.

Ziel der Erstbehandlung von Prellungen ist die Verhinderung von Blut- und Lymphaustritt in das umliegende Gewebe. Daher sollten primär gefäßverengende Maßnahmen durchgeführt werden. Diese sind die sofortige Anwendung von Kälte, Kompression und Hochlagerung, dadurch werden größere Blutergüsse verhindert und die sportliche Ausfallzeit verkürzt.

Die betroffene Stelle sollte sofort etwa 15 bis 20 Minuten lang gekühlt werden. Man verwende hierzu am besten Eispackungen oder Umschläge mit kaltem Wasser. Wichtig ist, dass sich zwischen Eispackung und Haut immer eine Stofflage befinden sollte, da es sonst zu Gewebeerfrierungen kommen kann.

Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen und es tritt weniger Blut aus. Parallel dazu kommt es zu einer Schmerzlinderung, die Schwellung klingt ab und man erreicht einen schnelleren Heilungsverlauf.
Durch die Hochlagerung der verletzten Stelle wird der Blutfluss zum verletzten Gebiet zusätzlich verringert und beschleunigt somit auch die Heilung.

Die sportliche Tätigkeit sollte für einen gewissen Zeitraum nicht wieder aufgenommen werden, da es durch die Bewegung erneut zu einer Durchblutungssteigerung kommen würde, die eine weitere Schwellung und Gefäßschädigung herbeiführen würde.
Die weitere Behandlung richtet sich nach Ort und Schwere der Verletzung. Zunächst sollte die betroffene Körperregion nach Hautverletzungen untersucht werden, um eine Infektionsgefahr zu vermeiden. Bei Verdacht sollte immer der Tetanusschutz überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden.

Bestehen dagegen schwere Prellungen mit großen Blutergüssen, vor allem in Gelenk oder Muskel, so könnte unter Umständen eine Punktion sehr sinnvoll sein. Hierbei wird die Flüssigkeit mit einer Nadel abgesaugt.

Ist ein Hämatom jedoch im Muskel schon verfestigt, so gibt es zwei Therapiemöglichkeiten. Zum einen kann man das Hämatom über einen kleinen Schnitt chirurgisch entfernen oder zum anderen mit einer Substanz (Plasminogenaktivator), die man in den Bluterguss einspritzt, verflüssigen. Nach einem Tag wird das verflüssigte Hämatom unter Ultraschallkontrolle, nach erneuter Punktion mit einer Spritze abgesaugt.

Normalerweise werden Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe innerhalb von drei bis zehn Tagen vom Körper selbst absorbiert. Man kann jedoch diesen Vorgang durch abschwellende Salbenverbände unterstützen. Zum Einsatz kommen häufig Antiphlogistika, dies sind Medikamente mit entzündungshemmender Wirkung und Fibrinolytika, Medikamente die helfen, das im Bluterguss geronnene Blut wieder zu verflüssigen. Der Bluterguss wird somit schneller abgetragen. Antiphlogistika sind nur in den ersten zwei bis drei Tagen notwendig, dagegen werden Fibrinolytika je nach Schwere der Symptomatik bis zu drei Wochen verabreicht.


Hilfreich sind zudem Muskelrelaxantien, die die Mukelspannung herabsetzen und so den Druck im Muskelgewebe verringern.
In jedem Fall ist Krankengymnastik sinnvoll. Zudem sollte man solange die Schmerzen unter Belastung bestehen, die Belastung reduzieren und die betroffene Körperregion schonen.
Bei Leistungssportlern kann man eine so genannte Ultraschalltherapie durchführen, da sie möglichst schnell wieder fit sein müssen.

Durch die Schallwellen werden mechanische Vibrationen erzeugt, die gleichzeitig eine wärmende Wirkung haben. Dadurch wird eine Mikromassage im betroffenen Gewebe hervorgerufen. Die Ultraschalltherapie hat eine Eindringtiefe von etwa 8 Zentimetern.

Sie löst Verklebungen, fördert die Durchblutung und lockert die Muskulatur. Insgesamt wird die Regeneration des Gewebes angeregt. Mit der sportlichen Betätigung sollte man vorsichtig und langsam wieder beginnen, wenn keine Schmerzen mehr vorhanden sind.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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