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Wunden


Auch Hautverletzungen genannt

Unter einer Wunde versteht man die Trennung des Gewebszusammenhangs an äußeren oder inneren Körperoberflächen. Unter Umständen kann sie zu einem Gewebsverlust führen. Meistens wird sie durch äußere Gewalteinwirkung verursacht, aber auch Krankheiten können zu unterschiedlichen Hautverletzungen führen, so z.B. ein Geschwür (Ulkus).

Durch eine Wunde wird die Schutzschicht des Körpers verletzt und die Schutzbarriere aufgehoben. Somit können Bakterien und andere Krankheitserreger problemlos in den Körper eindringen.

Bei Verletzungen im Freien ist besonders der Wundstarrkrampf oder der Tetanus gefürchtet. Beim Tetanus handelt es sich um eine schwere bakterielle Wundinfektion, die zu Erkrankungen des Nervensystems führt. Typische Symptome sind hier die Krämpfe der Muskulatur, die für den Patienten lebensbedrohend sein können.

Daher sollte man sogar bei kleinsten Verletzungen die Tetanusimpfung auffrischen bzw. den Tetanusschutz des Betroffenen überprüfen. In Deutschland erfolgt die Impfung routinemäßig im Kindesalter im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen (3., 4., 5. und 12. Lebensmonat). Anschließend sollte man alle 10 Jahre den Tetanusschutz erneuern lassen, um weiterhin die Immunität aufrechtzuerhalten.

Topografisch (von der Lage abhängig) unterscheidet man zwischen äußeren und inneren Wunden. Bei den inneren Wunden handelt es sich in der Regel um spießende Knochenbrüche, Schuss- oder tiefe Stichwunden durch Waffen. Hier besteht besonders die Gefahr von großen Blutungen durch Gefäß- oder Herzverletzungen, der Milzruptur und Leberschädigung.

Zudem drohen durch die Verletzung und Eröffnung von keimreichen Hohlorganen wie Darm oder Harnblase, Infektionen der Bauchhöhle, die bis zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen können. Auch können durch Verletzungen von Gehirn, Herz oder Lunge lebensbedrohliche Funktionsstörungen auftreten.

Man kann auch eine Einteilung in einfache oder komplizierte Wunden vornehmen. Von einer einfachen Wunde spricht man bei Verletzungen der Haut, Unterhaut (Fettschicht), Faszie (bindegewebige Körperhülle) und des Muskels. Laut einigen Autoren gehören auch Läsionen der Schleimhaut ohne Perforation zu der Gruppe der einfachen Wunden.

Solche Wunden lassen sich einfach, zügig und sicher therapieren. Dagegen spricht man von einer komplizierten Wunde wenn Verletzungen von Sehnen, Sehnenscheiden, Gelenken, Gefäßen oder Nerven bestehen. Auch Wunden mit Organverletzung und Höhleneröffnung, z.B. Eröffnung von Brustkorb oder Schädel, gehören zur Gruppe der komplizierten Wunden. Hier ist der Heilungsprozess etwas schwieriger und sollte vom Facharzt durchgeführt werden.

Man unterscheidet in der Regel zwischen folgenden Wundtypen:

  • Schnittwunden
  • Schürfwunden
  • Riss- und Quetschwunden
  • Platzwunden
  • Stichwunden
  • Blasen
  • Verbrennungen
  • Erfrierungen
  • Verätzungen
  • Bisswunden
  • Schusswunden

Die Wundheilung erfolgt in drei Phasen:

1. Phase: Ab dem 1. Tag kommt es zu einer sogenannten Reinigungsphase mit anfänglicher Entzündung. Die Wunde ist gerötet und nässt. Durch eine Desinfektion kann die bestehende Entzündung gehemmt werden.

2. Phase: Ab dem 4. Tag wird neues Bindegewebe gebildet (Krustenbildung). Der Heilungsprozess kann in dieser Phase durch Desinfektion und Salbenverband unterstützt werden.

3. Phase: Ab dem 8. Tag kommt es allmählich zu einem Wundverschluss. Auch hier kann man durch das Auftragen einer Heil- und Wundsalbe den Prozess unterstützen


Wunden - Ursachen »

Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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