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Vitamin B2 - nicht nur gut für das Immunsystem

Lesezeit: 3 Min.

Vitamin B2 oder Riboflavin - an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt

Das wasserlösliche Riboflavin, auch als Vitamin B2 bekannt, ist äußerst wichtig für den Energiehaushalt und das Immunsystem. Es zählt zu den Vitalstoffen, die der Organismus weder selbst herstellen noch speichern kann. Daher muss eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung oder eine Nahrungsergänzung gesichert sein.

Die Aufgaben von Vitamin B2 im Organismus

Energiebereitstellung und ein intaktes Immunsystem stehen in engem Zusammenhang. Denn Vitamin B2 ist an einer ganzen Reihe wichtiger Stoffwechselvorgänge beteiligt. Der Prozess, in dem Kohlenhydrate in Zucker und damit in schnell verfügbare Energie umgewandelt werden, ist nur ein Teil davon. Im Zellinneren sorgen Elektronen dafür, dass Zellenergie weitertransportiert wird. Auch zu diesem biochemischen Vorgang ist Vitamin B2 notwendig.

Aus Aminosäuren werden Proteine hergestellt, wichtige Hormone und Enzyme. Ebenso müssen Fette oder Fettsäuren „verarbeitet“ werden. An all diesen Prozessen ist Vitamin B maßgeblich mit beteiligt beziehungsweise beschleunigt die Produktion.

Vitamin B2 ist so auch Teil des Aufbauprozesses von roten Blutkörperchen und diversen Antikörpern: So trägt eine ausreichende Versorgung zu einer besseren Sauerstoffversorgung über das Blut und ein starkes Immunsystem bei.

Die Wirkung von Vitamin B2 - oder einem Mangel daran

Die Symptome eines Vitamin-B-Mangels zeigen sich beispielsweise in erhöhter Lichtempfindlichkeit der Augen. Rissige Mundwinkel, Entzündungen im Mund und auf der Zunge sind ebenfalls Hinweise. Auch brüchige spröde Nägel sowie stumpfes, fettiges Haar und die Entstehung von Fältchen deuten auf Vitaminmangel hin.

Ein Vitamin B2-Mangel schlägt sich in einer zu niedrigen Adrenalinproduktion nieder. Entsprechend können

  • Blutarmut
  • das Chronische Erschöpfungs-Syndrom
  • generelle Müdigkeit
  • depressive oder Angst-Zustände
  • die Neigung zu Migräne

mit einer zusätzlichen Zufuhr von Vitamin B2 oft gut und effektiv behandelt werden.

Ärzte vermuten einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Grauem Star (Katarakt) und Vitamin-B-Defizit. Auch die gefährliche Präeklampsie bei Schwangeren geht womöglich darauf zurück.

Viele Schlaf- und Verdauungsprobleme sowie eine nachlassende mentale Belastbarkeit bessern sich spontan, je mehr Vitamin-B2 zugeführt wird.

Bindegewebe und Nervensystem profitieren von Vitamin B2. Es gilt als „Schönheitsvitamin“, das für glatte, gesunde Haut und kräftiges, glänzendes Haar sorgt. Bierhefe mit ihrem hohen Anteil an Vitamin B2 gilt als uraltes Hausmittel gegen unreine Haut und Pickel. Das Vitamin hilft unter anderem, eine zu intensive Talgproduktion der Poren zu normalisieren. Damit bessert sich eine der Hautursachen für Pickel und Mitesser. 

Zusätzlich ist Vitamin B2 ein wichtiges Regulativ für die Funktion der Schilddrüse. 

Zusammen mit Vitamin B6 wirkt Vitamin B2 als unterstützende Therapie bei Nervenerkrankungen wie Alzheimer oder Multipler Sklerose.

Auch schmerzhaft-entzündliche Erkrankungen aller Art, die auf eine Reizung oder gar Lähmung der beteiligten Nerven zurückgehen, lassen sich mit Vitamin-B-Präparaten lindern.

Ausreichend mit Vitamin B2 versorgt, kann der Organismus andere wichtige Spurenelemente, Mineralien und  Vitamine wie Eisen, Folsäure oder B1, 3 und 6, effektiver und schneller aufnehmen und verwerten.

Die Versorgung mit Vitamin B2

Diese Nahrungsmittel beispielsweise sind reich an Vitamin B2:

  • Milchprodukte aller Art
  • (Bier)-Hefe oder frische Bäckerhefe
  • Sojaprodukte
  • Leber
  • Mageres Fleisch
  • Lachs, Hering, Makrele, Aal, Kabeljau
  • Avocados
  • Pilze
  • Brokkoli und andere grüne Kohlgemüse
  • Spinat, grüner Spargel und andere grüne Blattgemüse
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen)
  • Sonnenblumenkerne
  • alle Vollkornprodukte
  • Karotten
  • Äpfel
  • Feigen
  • Nüsse
  • Beerenobst

Nicht alle diese Nahrungsmittel liefern große Mengen an Vitamin B. Eine abwechslungsreiche Ernährung sorgt für Ausgleich.

Vitamin B2 wird beim Kochen nicht zerstört. Frische Produkte sollten allerdings sofort verarbeitet oder bis zum Verzehr dunkel aufbewahrt werden, denn Licht schadet dem Vitamin.

So viel Riboflavin braucht der Mensch

Der geschätzte Tagesbedarf liegt bei etwa einem Milligramm Vitamin B2 pro Tag. Dieser kann über die Nahrung gedeckt werden. Eine Portion Vollkornnudeln mit einer Spinat-Käsesoße beispielsweise enthält in etwa diese Menge an Riboflavin.

Im Falle von Vitamin B2 ist zu beachten: Überschüsse werden vom Körper ausgeschieden, sie werden nicht gespeichert und entfalten keine Depot-Wirkung.

Die Einnahme von Vitamin-Präparaten ist umstritten. Viele Ärzte und Ernährungsexperten halten sie für überflüssig, andere wieder befürworten sie stark. Eine regelmäßige zusätzliche Einnahme von Vitamin B2 kann viele Beschwerden bessern oder generell für mehr Wohlbefinden sorgen.

  • Schwangere,
  • stillende Mütter,
  • Kinder im Wachstum und
  • ältere Menschen über 50

haben einen steigenden Vitaminbedarf und benötigen häufig weit mehr als die genannte Dosis.

Vegetarier und Veganer verzichten auf eine ganze Reihe Riboflavin enthaltender Nahrungsmittel. Auch sie sollten zumindest phasenweise ein Vitamin-B2-Präparat zuführen.

Beim Kauf von Nahrungsergänzung ist es wichtig, auf einige Details zu achten: Beispielsweise darauf, ob alle Bestandteile vom Hersteller sauber deklariert sind und gut verträglich.

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