Die Ursachen für die einzelnen seelischen Störungen können viele Gründe haben. Oft beginnt die Wochenbettdepression wie ein Baby-Blues, verläuft aber in Verlauf und Intensität viel schwerer. Die Erkrankung baut sich über Wochen und Monate langsam, schleichend auf und hält länger an.
Dadurch ist das Erkennen einer Wochenbettdepression häufig schwieriger, da es wesentlich länger dauert, bis eindeutige Symptome greifbar sind. Die einzelnen Belastungsfaktoren sind individuell unterschiedlich stark ausgeprägt und müssen in der Behandlung spezifisch berücksichtigt werden.
Als mögliche Ursachen gelten psychische, physische (hormonelle), soziale und gesellschaftliche Faktoren.
Insbesondere Frauen, die viel zu große Erwartungen an sich selbst stellen und ihre Rolle als Mutter, Hausfrau, Partnerin und Berufstätige perfekt erfüllen wollen, erkranken viel häufiger an Depressionen. Vielen fällt es schwer sich einzugestehen, dass sie Hilfe brauchen. Viele Frauen fühlen sich mit der neuen Situation alleine gelassen und können sich auf das neue Leben nicht einstellen.
Zudem kann auch das Baby die Wochenbettdepression indirekt verstärken, indem es z.B. nicht richtig saugt, oft hysterisch schreit oder sogar erkrankt. Die Mutter kriegt dadurch das Gefühl, ihr Kind nicht ausreichend gut versorgen zu können.
In der Folge kommt es zu einer ungewollten Abwehrhaltung dem Kind gegenüber, die sie aber nicht zugeben möchte. In solchen Tagen der Überforderung ist es völlig normal, das Kind mal an nahe Verwandte oder Freunde abzugeben.
Letzte Aktualisierung am 18.02.2009.