Der Verdacht auf einen Astigmatismus kann häufig bereits bei der Befragung des Patienten (Anamnese) gestellt werden. Es müssen jedoch auch weiterführende Untersuchungen stattfinden.
Placido-Scheibe
Dieses Untersuchungsgerät ist eine Scheibe, die ein Loch in der Mitte und nach außen hin mehrere konzentrische Kreise aufweist. Der Untersucher hält diese Scheibe vor das zu untersuchende Auge und blickt durch das Loch in der Mitte. Beim gesunden Auge wäre die Spiegelung der Kreise auf dem Auge regelmäßig, beim Astigmatismus jedoch erscheinen die Linien teilweise verzerrt. Es handelt sich hierbei um eine recht einfache Untersuchungsmethode, die noch durch genauere Messungen ergänzt werden muss.
Ophthalmometer
Das Ophthalmometer ist ein Gerät, das den Krümmungsradius der Hornhaut vermisst und dadurch Rückschlüsse auf Krümmungsanomalien zulässt. Dazu projiziert das Gerät zwei kleine Objekte auf die Hornhaut des betroffenen Auges und misst dann die Reflektionen anhand einer Skala aus. Ein geübter Untersucher kann damit die Krümmung der Hornhaut in jede Richtung ermitteln.
Keratograf
Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Ophthalmometers. Anstatt nur zwei Objekte auszumessen, werden ungefähr 30.000 Punkte ausgemessen und so die gesamte Hornhaut abgetastet.
Objektive Refraktionsbestimmung
Eine weitere Möglichkeit, den Sehfehler zu ermitteln, ist die objektive Refraktionsbestimmung, bei der der Betroffene durch ein Gerät blickt, das unter anderem die Hornhaut abtastet und die optimale Form für Kontaktlinsen ermitteln kann.
Subjektive Refraktionsbestimmung
Um Kontaktlinsen oder Brillen anzupassen, ist die subjektive Refraktionsbestimmung nötig. Hierbei blickt der Patient durch verschiedene Linsen und bestimmt, bei welchen Stärken er am schärfsten sieht. Anders als bei Kurz- oder Weitsichtigkeit ist der Ausgleich müssen die vorgeschalteten Linsensysteme unter Umständen gedreht werden, da der Fehler ja nicht die ganze Hornhaut betrifft, sondern nur Teile davon.
Letzte Aktualisierung am 22.04.2009.