Nur eine optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels kann auf lange Sicht die diabetische Neuropathie verbessern und ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern.
Eine medikamentöse Therapie der diabetischen Neuropathie ist derzeit kaum möglich. Zwar wurden Versuche mit alpha-Liponsäure durchgeführt, es fehlen jedoch Studien, die dessen Wirksamkeit belegen. Somit wird dieses Medikament allenfalls unterstützend zu anderen Therapiemaßnahmen eingesetzt.
Bei einer zunehmenden Verschlechterung der Neuropathie kann die Gabe von niedrig dosiertem Amitryptilin versucht werden.
Zudem sollten Patienten mit bekannter Neuropathie alkoholische Getränke möglichst meiden, da Alkohol die Nerven weiter schädigen kann.
Bei gastro-intestinalen Störungen, die im Zusammenhang mit der autonomen diabetischen Neuropathie auftreten, kann ein Therapieversuch mit so genannten Prokinetika, beispielsweise MCP, unternommen werden. Zeigt dieser Versuch keinen Erfolg, kann die Implantation eines so genannten Magen-Schrittmachers erwogen werden.
Prognose
Bei Spätfolgen der Zuckerkrankheit, wie auch der diabetischen Neuropathie, hängt die Prognose der Betroffenen in hohem Maße von einer guten Einstellung des Blutzuckers und damit von der Mitarbeit des Patienten ab. Eine gute Blutzuckereinstellung senkt das Risiko für die Entstehung einer Neuropathie um bis zu 80 Prozent.
Daneben spielt das Alter, in dem der Diabetes erstmalig aufgetreten ist, eine wichtige Rolle. Je früher sich die Zuckerkrankheit manifestiert, desto wahrscheinlicher ist mit Folgeerkrankungen zu rechnen. Jeder Einzelne kann jedoch seine Prognose entscheidend verbessern, wenn er auf ein optimales Körpergewicht, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung achtet.
Letzte Aktualisierung am 16.07.2009.