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Vorbeugung der Dialysepflicht


Wie kann die Dialysepflicht verhindert oder hinausgezögert werden?

Eine Dialyse (Blutwäsche) wird notwendig, wenn die Nieren das Blut nicht mehr ausreichend reinigen können. Bei einer mittelgradigen Nierenschwäche ist oft noch ein Leben ohne Dialyse möglich. Der Betroffene muss hier aber auf verschiedene Aspekte achten, damit sich die Nierenfunktion nicht weiter verschlechtert. Dem Nierenkranken wird in besonderem Maße empfohlen, eine gesunde Ernährung und Lebensweise einzuhalten. So kann oft verhindert werden, dass der Patient eine chronische Niereninsuffizienz (Nierenversagen) entwickelt und regelmäßig eine Dialyse benötigt. Eine bereits bestehende Nierenerkrankung muss rechtzeitig und konsequent behandelt werden.

Wann ist eine Dialyse (Blutwäsche) erforderlich?

Eine Dialyse (Blutwäsche) muss durchgeführt werden, wenn die Nierenleistung nicht mehr ausreicht, überschüssige Giftstoffe und Flüssigkeit aus dem Blut zu entfernen. Der Körper kann eine Nierenfunktionsstörung jedoch noch lange kompensieren. Daher kann der Mensch auch ohne Schwierigkeiten mit nur einer Niere überleben, und ein allmählicher Rückgang der Nierenleistung im Alter wird bewältigt. Auch mit einer relativ schlechten Nierenfunktion kann oft noch auf eine Dialyse verzichtet werden. Erst wenn nur noch fünf bis zehn Prozent der Nieren funktionstüchtig sind, wird eine Blutreinigung mittels Dialyse notwendig. Über längere Sicht wird dann von einer chronischen Niereninsuffizienz (Nierenversagen) gesprochen.

Früherkennung von Nierenkrankheiten

Nur wenn eine Funktionseinschränkung der Niere auch frühzeitig erkannt wird, kann etwas gegen das Fortschreiten der Schäden unternommen werden. Daher müssen Symptome, die auf eine Nierenerkrankung hindeuten können, ernst genommen werden. Anzeichen für eine relevante Nierenkrankheit können unter anderem sein:

  • Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme), z. B. am Unterschenkel und Fuß, um die Augen herum oder auch in der Lunge, was dann zur erschwerten Atmung führt
  • Stark vermehrte Urinausscheidung
  • Sehr geringe Urinausscheidung (unter 0,5 Liter an einem Tag)
  • Schäumender Urin (möglicherweise erhöhter Eiweißgehalt)
  • Rötlich oder bräunlich verfärbter Urin
  • Schmerzen in der Nieren- oder Blasenregion beim Urinabgang
  • Allgemeine Symptome wie Schwächegefühl, Appetitmangel
  • Muskelschlaffheit, Krämpfe
  • Juckende Haut

Falls Symptome in dieser Art auftreten, sollte der Betroffene sich bei einem Arzt vorstellen. Dort erfolgt dann eine Abklärung hinsichtlich Nierenerkrankungen beziehungsweise anderen möglichen Ursachen.

Auch wenn solche Beschwerden nicht vorhanden sind, so sollte in bestimmten Fällen eine regelmäßige Kontrolle der Nierengesundheit erfolgen. Das betrifft z. B. Personen, bei denen es in der Familie Fälle von erblich bedingten Nierenkrankheiten gibt. Vor allem aber sollten Patienten aufmerksam hinsichtlich ihrer Niere sein, die selbst an bestimmten Krankheiten leiden.

Einige wichtige Erkrankungen, bei denen eine Niereninsuffizienz (Nierenversagen) entstehen kann, sind:

  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Hoher Blutdruck (arterielle Hypertonie)
  • Verlegung in den Harnwegen
  • Häufige Harnwegsinfektionen
  • Erbliche Zysten (Flüssigkeitskammern) in der Niere
  • Entzündung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis)
  • Einige Erkrankungen, die den ganzen Körper betreffen, wie Autoimmunerkrankungen (Schädigung eigener Körperzellen durch Immunvorgänge)
  • Bösartige Tumore

Des Weiteren kann es durch regelmäßige Medikamenteneinnahme (Schmerzmittel, Rheumamedikamente) zu einem Nierenversagen kommen.

Beim Verdacht auf eine Nierenfunktionsstörung werden verschiedene Untersuchungen beim Arzt vorgenommen. Die wichtigsten Untersuchungen erfolgen an Blutproben und Urinproben.

 


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Letzte Aktualisierung am 14.12.2009.

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