Die benötigte Dauer des Schlafes ist in erster Linie abhängig vom Alter. Säuglinge schlafen jeden Tag ungefähr 16 Stunden. Ihre Schlafzeiten verteilen sich allerdings in einem ungefähren 4-Stunden-Rhythmus auf die Tage und Nächte. Schon bald verringert sich das Schlafbedürfnis. Im Lebensalter zwischen 6 Monaten und einem Jahr braucht das Kind insgesamt etwa 14 Stunden, zwischen einem und zwei Jahren rund 13 Stunden Schlaf. Diese werden im Normalfall auf einen Nachtschlaf und erst zwei, später ein Tagesschläfchen verteilt. Bis zur Pubertät sinkt das Schlafbedürfnis langsam immer mehr auf 9 Stunden, der Mittagsschlaf wird ab der frühen oder mittleren Kindheit meist nicht mehr gehalten. Während der Pubertät wird dann wieder etwas mehr Schlaf benötigt.
Im (jüngeren) Erwachsenenalter beträgt die erforderliche Schlafdauer dann relativ konstant über mehrere Jahrzehnte zwischen 7 und 9 Stunden. Ab dem mittleren Alter sinkt der Schlafbedarf noch weiter ab. Ältere Menschen schlafen vor allem nachts weniger, normalerweise 5 bis 6 Stunden, halten aber zusätzlich ein oder mehrere Nickerchen tagsüber.
Neben der Schlafdauer, die durch das Lebensalter vorbestimmt ist, gibt es aber auch von Mensch zu Mensch teils erhebliche Unterschiede zur mittleren Schlafdauer. Während Kurzschläfern 5 Stunden reichen können, um sich ausgeruht zu fühlen, können Langschläfer durchaus 10 Stunden oder mehr benötigen. Dies hat übrigens nichts mit besonderer Tüchtigkeit oder mit Faulheit zu tun, sondern ist zum großen Teil durch Erbfaktoren vorherbestimmt. Als krankhaft ist jedoch eine Schlafdauer von unter 4 Stunden oder über 14 Stunden anzusehen.
Nicht nur zu kurzer, sondern auch für das eigene Bedürfnis zu langer Schlaf kann zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit am folgenden Tag führen. Es kommt nicht selten auch zu Kopfschmerzen oder sogar zu Kreislaufproblemen. Umgekehrt kann dauerhaft verminderter Schlaf zu erheblichen Problemen der Leistungsfähigkeit und der Gesundheit führen.