Eine Spaltlampenuntersuchung erfolgt bei nahezu allen Patienten, die sich bei einem Augenarzt vorstellen, sowie meist auch, wenn eine Kontrolle bei bereits bekannten Patienten erfolgt. Je nach den Beschwerden oder der Erkrankung kann eine orientierende Untersuchung ausreichend sein, es kann aber auch eine sehr genaue und umfassende Betrachtung mit der Spaltlampe notwendig werden. Der Augenarzt kann einen großen Teil der Strukturen des Auges bei der Spaltlampenuntersuchung erkennen, so unter anderem die Lider, die Bindehaut, die Hornhaut, die Vorderkammer des Auges, die Regenbogenhaut (Iris), die Linse und den Glaskörper.
Mit der Verwendung einer Lupe in Verbindung mit der Spaltlampe kann der Augenhintergrund mit Netzhaut und Sehnervenkopf detailliert gesehen werden. Eine Spaltlampenuntersuchung mit einem Kontaktglas ermöglicht die Betrachtung des Kammerwinkels, der sich im seitlichen Bereich der Vorderkammer befindet, sowie auch weit außen liegender Bereiche der Netzhaut. Des Weiteren kann an der Spaltlampe der Augeninnendruck gemessen werden, indem ein angehängtes Zusatzgerät (Tonometer) verwendet wird.
Weil viele Anteile des Auges genau eingesehen werden können, lassen sich auch verschiedenste Krankheiten erkennen beziehungsweise überprüfen. Dazu gehören unter anderem Grauer Star (Linsentrübung, Katarakt), Grüner Star (Sehnervenschäden meist aufgrund zu hohen Augendruckes), Hornhautschäden, Entzündungen am und im Auge, Glaskörpertrübungen, altersbedingte Schäden der zentralen Netzhaut (altersbedingte Makuladegeneration, AMD) und Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) am Auge. Es gibt eine Vielzahl von weiteren Erkrankungen, die mit sichtbaren Veränderungen einhergehen und somit unter der Spaltlampe erkannt werden können.
Letzte Aktualisierung am 24.04.2009.