Eine Blutzuckermessung kann also erfolgen, um herauszufinden, ob bei einem Patienten ein Diabetes mellitus vorliegt. So kann der Blutzuckertest auch im Rahmen von Routineuntersuchungen vorgenommen werden. Insgesamt weitaus häufiger erfolgt die Blutzuckerkontrolle, wenn bei einem Patienten bereits ein Diabetes mellitus bekannt ist. Hier dient die Untersuchung der Überprüfung, ob der Blutzucker gut eingestellt ist, also ob die jeweilige Therapie angemessen ist. Bei Diabetikern, die sich das Hormon Insulin spritzen müssen, wird die Blutzuckermessung vor dem Essen vorgenommen, um die erforderliche Menge an Insulin zu bestimmen. Um die längerfristige Einstellung des Diabetes zu überprüfen, wird mit der Bestimmung des HbA1c (Hämoglobin, das Zucker gebunden hat) eine andere Art der Blutzuckerkontrolle durchgeführt.
Mit der Blutzuckermessung kann des Weiteren auch ein zu niedriger Blutzuckerspiegel herausgefunden werden, welcher unter anderem bei Mangelernährung oder bei zu viel Insulin (durch übermäßige Gabe oder übermäßige Produktion) auftritt.